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Die Republik Costa Rica erhielt ihren Namen vom genuesischen - in Diensten der spanischen Krone stehenden - Seefahrer Christoph Columbus (1451 - 1506), der am 12.10.1502 auf der Isla Uvita vor Puerto Limón landete und dort gut 2 Wochen blieb. Columbus nannte das Land wegen seiner vermuteten (aber tatsächlich nie gefundenen) Bodenschätze Costa Rica y Castillo de Oro (Reiche Küste und Goldene Burg).

 

Lage und Größe

Costa Rica überdeckt eine Fläche von 51.032 km² und liegt zwischen 8°02` und 11°13` nördlicher Breite sowie 82°33` bis 85°58` westlicher Länge. Es ist somit nur unwesentlich größer als Niedersachsen oder die Schweiz und rangiert damit von der Größe her auf Platz 125 in der Weltrangliste. Costa Rica grenzt im Norden an Nicaragua und im Süden an Panamá. Im Westen wird das Land durch den Pazifischen und im Osten durch den Atlantischen Ozean (Karibisches Meer) begrenzt. Die gesamte Küstenlinie des Landes beträgt über 1.200 km, wobei die Pazifikküste alleine 1.000 km für sich verbucht. An der schmalsten Stelle beträgt die Entfernung von Küste zu Küste nur etwa 120 km. Die längste Nord-Süd-Ausdehnung des Landes beläuft sich auf 460 km. Die höchste Erhebung Costa Ricas ist der Chirripó mit 3.819 m Höhe, der längste Fluß ist der nahezu 200 km lange Río Grande de Terraba, der in einem weit verzweigten Delta (Delta Terraba) mit ausgedehnten Mangrovenwäldern westlich von Cortes in den Pazifik mündet. Der Arenal-See stellt mit 80 km² das größte Binnengewässer des Landes dar, ist jedoch künstlich aufgestaut.
 

Bevölkerung 

In Costa Rica leben derzeit etwa 4,8 Mio. Einwohner, über die Hälfte davon im Zentraltal. Die Bevölkerung setzt sich aus 94 % Mestizen („Mischlingen“) und Weißen, 3 % Schwarzen, 1 % Indios, 1 % Chinesen und 1 % Sonstigen zusammen. Umgangssprachlich werden die Einwohner Ticos und Ticas genannt.

Unter den Costa-Ricanern mit afrikanischer Abstammung sind viele Nachkommen eingewanderter Arbeiter von den westindischen Inseln, die daher zumeist ein englisches Kreol sprechen.

Costa Rica hat den geringsten Anteil rein indigener Bevölkerung unter den mittelamerikanischen Staaten. Der größte Teil der costaricanischen Guaymí lebt heute zurückgezogen und in Restgruppen in der Cordillera de Talamanca, die aber dennoch einem starken Assimilationsdruck ausgesetzt sind.

Etwa 60 % der Costa-Ricaner leben in Städten. Zwei Drittel der etwa vier Millionen Einwohner des Landes leben im klimatisch begünstigten Hochland, Siedlungsschwerpunkt ist das Valle Central, in dem die bedeutenden Städte San José, Heredia, Cartago und Alajuela liegen. Wichtige Küstenstädte sind Puerto Limón (Karibikküste) und Puntarenas (Pazifikküste). Liberia ist das wirtschaftliche Zentrum der Nordwestregion Guanacaste und verfügt neben San José als einzige weitere Stadt Costa Ricas über einen internationalen Flughafen.

Mindestens 25 % der Einwohner sind unter 25 Jahre alt. Die Arbeitslosigkeit ist seit 2007 stark gestiegen. Die Arbeitslosenquote beträgt offiziell ca. 8 %, liegt bei Jugendlichen jedoch weitaus höher. Viele Kinder und Jugendliche der Armenviertel in San José sind in kriminellen Straßenbanden organisiert (sog. chapulines, „Kapuzenträger“). Raub und Drogenhandel spielen eine große Rolle. Durch die Deportation jugendlicher Straftäter aus den USA hat sich die Situation verschlechtert.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Gallup vom Dezember 2012 zählen die Einwohner des Landes dennoch zu den glücklichsten Menschen auf der Erde.

 

Geologie und Landschaften

Costa Rica formt mit seinen Nachbarländern Nicaragua (gemeinsame Grenzlänge 309 km) und Panamá (gemeinsame Grenzlänge 330 km) eine Landbrücke zwischen dem Nord- und Südamerikanischen Kontinent. Die ältesten Gesteine stammen aus dem Erdmittelalter (Jura sowie Kreidezeit, ca. 150 Mio. Jahre) und wurden auf der Halbinsel Nicoya gefunden. In weiten Teilen des Landes findet man außerdem Meeressedimente aus dem Tertiär, deren Ursprung bis in das Paleozän (60 Mio. Jahre) zurückreicht. Die kontinuierliche Verbindung zwischen den nord- und südamerikanischen Landmassen besteht erst seit etwa 3 Mio. Jahren. Costa Rica gilt allgemein als das Land der Vulkane. zum Teil über 3.000 m hohe Gebirgsketten trennen die atlantischen und pazifischen Tieflandregionen und bilden eine Kontinentalscheide. Im Laufe der Jahrmillionen hat sich die Pazifische Platte unter die Karibische Platte geschoben und das Land angehoben. Als Folgen ergaben sich hieraus Erdbeben und Vulkanismus, die an einigen Stellen des Landes auch heute noch beobachtet werden können. Gebirgsketten (span. cordilleras) vulkanischen Ursprungs sind die vorherrschende Landschaftsformationen. Es umfasst 12 Vegetationszonen von Mangroven und Feuchtgebieten über Regenwälder, Nebelwälder, Trockenwälder.

Topographisch lässt sich Costa Rica in fünf Großräume gliedern: in die vulkanischen Bergketten der Cordilleras, das Valle Central mit der Hauptstadt San José, die Schwemmlandebenen der Karibikküste, die zentrale Pazifikküste und die trockene Halbinsel Nicoya im Nordwesten. In den Cordilleras gibt es eine Vielzahl noch aktiver und auch erloschener Vulkane, darunter der Vulkan Turrialba. Die drei am meisten besuchten sind der Vulkan Poás, der Vulkan Arenal und der Vulkan Irazú

 

Geografie

Das Land schwingt sich sanft von der karibischen Tiefebene im Nordosten auf zur Cordillera de Guanacaste mit ihren vier Vulkanen, die sich wie ein Rückgrat von der nicaraguanischen Grenze südostwärts bis zu den höheren Zentralkordilleren zieht. Zwischen dieser Kette und der vulkanischen Cordillera de Talamanca im Südosten liegt die Meseta Central oder das Valle Central mit der Hauptstadt San José. Das Gebiet ist sowohl erdbeben- als auch eruptionsgefährdet.

Als "Garten zwischen zwei Ozeanen" wird Costa Rica aufgrund seiner Lage auch oft genannt. Costa Rica liegt in Mittelamerika, ist mit etwa 51.100 km² so groß wie die Schweiz und bildet eine natürliche Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika. Tief unter dem Land treffen gleich 4 Erdplatten (pazfische Cocos-Platte, Karibische Platte, Nordamerikanische Platte, Südamerikanische Platte) aufeinander, was es zu einer seismisch hoch aktiven Region macht. Der höchste Berg mit 3.819 m ist der Chirripo.

 

Politik

 

Administrative Gliederung Costa Ricas

Costa Rica gliedert sich in 7 Provinzen (provincias):
  1. Alajuela (nördlich der Hauptstadt)
  2. Cartago
  3. Guanacaste (Nordwesten)
  4. Heredia
  5. Limón (Osten)
  6. Puntarenas (Südwesten)
  7. San José (Gebiet rund um die Hauptstadt)


Die Provinzen sind in Kantone (cantones) untergliedert, von denen jeder wiederum in eine unterschiedliche Anzahl Distrikte (distritos) aufgeteilt wird. Genauso wie die Provinzen sind alle Kantone und Distrikte innerhalb ihrer nächsthöheren Verwaltungseinheit durchnummeriert. Insgesamt gibt es 81 Kantone und 470 Distrikte

Die einzelnen Provinzen werden von Gouverneuren regiert, die der Präsident ernennt.

Costa Rica ist außerdem in sechs Regionen (regiones) unterteilt: Central, Chorotega, Pacífico Central, Brunca (auch Pacífico Sur), Huetar Atlántica und Huetar Norte. Diese Regionen sind im Gegensatz zu den Provinzen keine Verwaltungseinheiten, sondern die Unterteilung wurde zum Zweck sozioökonomischer Untersuchungen vorgenommen. Jede Region umfasst mehrere Kantone verschiedener benachbarter Provinzen. Die Namen Chorotega, Brunca und Huetar sind abgeleitet von den gleichnamigen indigenen Völkern.

 

Wirtschaftliches Umfeld

Gesundheitswesen

 

Maße und Gewichte

Wie in Mitteleuropa gilt in Costa Rica bis auf wenige Ausnahmen das metrische System. Hier verwendet man also Kilometer, Meter, Liter usw.

 

Mitgliedschaft in Wirtschaftsgruppierungen

Costa Rica ist seit 1990 Mitglied des GATTGATT und war 1995 Gründungsmitglied der WTO. Darüber hinaus ist Costa Rica Mitglied des zentralamerikanischen Gemeinsamen Marktes (Mercado Común Centroamericano), dem auch Guatemala, Honduras, El Salvador und Nicaragua angehören. Freihandelsabkommen bestehen mit Chile, Mexiko, der Dominikanischen Republik, Kanada und Caricom. Das Anfang 2004 abgeschlossene Freihandelsabkommen zwischen den zentralamerikanischen Staaten und den USA wurde im Oktober 2007 durch einen Volksentscheid knapp angenommen (CAFTA, spanisch T.L.C.). Das im August 2007 unterzeichnete Freihandelsabkommen mit dem Nachbarstaat Panamá muss noch ratifiziert werden.

 

Wichtige Medien

Hörfunk und Fernsehen: jeweils 1 staatlicher Radio- und Fernsehsender sowie zahlreiche private TV- und Radiosender. Presse: wichtigste Tageszeitungen: La Nación, La República, La Prensa Libre

 

Welterbe

Zum Welterbe gehören beispielsweise die Naturschutzgebiet Talamanca und Nationalpark La Amistad (bis Panamá); der Nationalpark Kokos-Insel und Schutzgebiete in Guanacaste.

Costa Rica heute

Das heutige demokratische Costa Rica galt lange als eine Art Musterland Lateinamerikas. Seit 1889 hat das Land eine bürgerliche Regierung, seit 1949 eine bis jetzt gültige Verfassung. Es besteht Wahlpflicht ab 18 Jahren. Der letzte Bürgerkrieg dauerte 1948 gerade mal 44 Tage; danach wurde die Armee aufgelöst und alle Sicherheitsaufgaben der Polizei übertragen. Schulpflicht gibt es seit über 100 Jahren, die Analphabetenrate liegt bei 5%. Als ruhiger Pol in der instabilen Region engagierte sich Costa Rica stark für den Friedensprozeß der Region. 1987 wurde Präsident Oscar Arias dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Doch im nördlichen Grenzland zu Nicaragua, jahrelang Rückzugsgebiet der dortigen Bürgerkriegsparteien, marodierten ehemalige nicaraguanische Contra-Rebellen und aus der Armee entlassene Sandinisten. Überfälle und Geiselnahmen häuften sich und auch der soziale Druck nimmt zu: 14 nicaraguanische Gemeinden wollen zu Costa Rica. Spektakulär war die Entführung einer deutschen Urlauberin und ihrer schweizerischen Reiseleiterin 1996. Trotz Einschaltung des deutschen Außenminister und des damaligen Präsidenten dauerte es Wochen, bis beide Geiseln gegen ein Lösegeld von 200.000 US-$ freigelassen wurden. Ein 10-Punkte-Katalog der Geiselnahmen mit Forderungen nach Lohnerhöhungen für Staatsbedienstete oder Preisstopp für Wasser, Strom, Telefon und Nahrungsmittel verdeutlichte ein anderes Problem: viele Staatsbedienstete sind schlecht bezahlt und bestechbar. Zudem wird das Land seit Jahrzehnten von zwei großen Parteien beherrscht, in denen wenige Familien um Regierungsposten und Pfründe kungeln.

Mehr als 100.000 Menschen haben in Costa Rica gegen die Privatisierung der staatlichen Strom- und Telefongesellschaft demonstriert. Der friedliche Protestmarsch am 27. März 2000 in der Hauptstadt San José wurde landesweit von Straßenblockaden und einem Streik im öffentlichen Dienst begleitet.

Das Wappen ist seit dem 21. Oktober 1964 das offizielle Staatswappen Costa Ricas. Die Nationalhymne stammt aus dem Jahr 1853.

Weblinks

Literatur

  • Andreas Maislinger (Hrsg.): Costa Rica. Politik, Gesellschaft und Kultur eines Staates mit ständiger aktiver und unbewaffneter Neutralität. Inn-Verlag, Innsbruck 1986. ISBN 3-85123-091-4
  • Bruce M. Wilson: Institutional Reform and Rights Revolutions in Latin America: The Cases of Costa Rica and Colombia, in: Journal of Politics in Latin America, Hamburg 2009.
  • Patrick Spittler: Entwicklung und wirtschaftliches Potential der sekundären regengrünen Trockenwälder in Costa Rica. Göttinger Beiträge zur Land- und Forstwirtschaft in den Tropen und Subtropen. Bd 144. Dissertation. Goltze, Göttingen 2001. ISBN 3-88452-405-4
  • Aviva Chomsky: West Indian workers and the United Fruit Company in Costa Rica, 1870 - 1940. 1. Auflage, Baton Rouge [u.a.] : Louisiana State University Press 1996. ISBN 0-8071-1979-2.

 

Costa Rica

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