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Das Mittelamerikanische Nacktschwanzgürteltier oder auch Nördliche Nacktschwanzgürteltier (Cabassous centralis) ist ein Vertreter der Nacktschwanzgürteltiere. Sein Hauptverbreitungsgebiet ist Mittelamerika, doch ist es auch im nordwestlichen Südamerika zu finden Die Gürteltierart lebt weitgehend unterirdisch in selbst gegrabenen Bauen, da sie selten gesichtet wird, ist über die weitere Lebensweise kaum etwas bekannt. Laut IUCN sind die Bestände der Gürteltierart derzeit nicht bedroht.

Das Mittelamerikanische Nacktschwanzgürteltier ist in Mittelamerika und im nördlichen Südamerika verbreitet. Den nördlichsten Verbreitungsschwerpunkt stellt dabei die Region des östlichen Chiapas dar,in Südamerika kommt vom nördlichen Ecuador und Kolumbien bis in das nordwestliche Venezuela vor.Der Besiedlungsraum wird mit 780.000 km² angegeben, allerdings ist die Populationsdichte unbekannt.

Die Gürteltierart kommt in Tiefländern und in gebirgigen Regionen bis 1.800 m in Mittel- und bis zu 3.000 m über dem Meeresspiegel in Südamerika vor; der höchste nachgewiesen Verbreitungspunkt liegt bei 3018 m im kolumbianischen Departamento Antioquia. Dabei bevorzugt sie trockene bis mäßig feuchte Laubwälder mit teils felsigem Untergrund, in höheren Gebirgslagen gehört auch die offene Páramo-Landschaft zum Lebensraum, im Tiefland weiterhin Tropische Regenwälder. Aufgrund von Landschaftszerstörung ist das Mittelamerikanische Nacktschwanzgürteltier auch in Sekundärwäldern und teils in landwirtschaftlich kultivierten Landschaften anzutreffen.

 

Lebensweise

Das Mittelamerikanische Nacktschwanzgürteltier wird sehr selten beobachtet und ist eines der am wenigsten untersuchten Gürteltiere, über die Lebensweise ist dadurch sehr wenig bekannt. Es gilt als einzelgängerisch und nachtaktiv. Nach Untersuchungen im Reserva de la Biósfera Montes Azules im mexikanischen Bundesstaat Chiapas finden die Aktivitäten in der Trockenzeit überwiegend zwischen 21:00 und 05:00 Uhr und in der Regenzeit zwischen 22:30 und 06:30 Uhr statt.Die Tiere leben meist unterirdisch in selbst gegrabenen Bauen. Diese befinden sich häufig in Ameisen- und Termitenbaue eingewühlt. Gelegentlich werden auch nicht genutzte Unterschlüpfe anderer Säugetiere aufgesucht, etwa vom Paka, vom Amazonas-Skunk, vom Halsbandpekari, vom Nordopossum oder vom Neunbinden-Gürteltier. Bei den Bauen von Arten, die sich nicht primär insektenfresserisch ernähren, dient dies wohl lediglich zum Schutz, ansonsten spielt wahrscheinlich auch die Nahrungssuche eine Rolle dabei. Beim Graben dreht sich das Mittelamerikanische Nacktschwanzgürteltier um sich selbst, so dass der Vorderkörper als Bohrer agiert. Auf der Erdoberfläche bewegt es sich auf den Spitzen der Vorderfußkrallen fort. Zudem kann es sehr gut schwimmen.

 

Nahrung

Als Nahrung wird vergleichbar den anderen Nacktschwanzgürteltieren eine Bevorzugung von Insekten, hauptsächlich Ameisen und Termiten angenommen. Interessanterweise zeigen mikroskopische Abnutzungsspuren auf den Zahnoberflächen ein von anderen Insektenfressern abweichendes Muster. Etwa zwei Drittel aller untersuchten Zähne des Mittelamerikanischen Nacktschwanzgürteltiers weisen ein Schleifmuster auf, das auf weniger abreibende Nahrung hindeutet. Möglicherweise spielt ein höherer Anteil an Früchten oder weichen Wirbellosen im Nahrungsspektrum eine Rolle, was eventuell auf geografisch unterschiedliche Nahrungsangebote zurückzuführen ist.

 

Fortpflanzung

Über die Fortpflanzung ist wenig bekannt. Weibchen bringen pro Wurf ein Jungtier zur Welt. Das Jungtier ist nackt und besitzt noch geschlossene Augenlider und Ohrmuscheln. Am Panzer sind bereits die Knochenschildchen in ihren Reihen erkennbar, doch ist er insgesamt weich, glänzend und pinkfarben, allerdings sind die Krallen bereits fest ausgebildet. Ebenso erscheinen die Nasenspitze und der Unterkiefer noch sehr weich. Die höchste bekannte Lebenserwartung eines Tieres beträgt knapp 8 Jahre, davon verbrachte es fast 6 in menschlicher Gefangenschaft.

Costa Rica

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