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Die Brüllaffen (Alouatta) sind Primatengattung aus der Familie der Klammerschwanzaffen (Atelidae). Die Gattung umfasst neun Arten.

Verbreitung

Brüllaffen leben auf dem amerikanischen Kontinent, vom südlichen Mexiko bis ins nördliche Argentinien.

Beschreibung

Brüllaffen sind die größten Neuweltaffen. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von 60 bis 90 Zentimetern (mit einem ebenso langen Schwanz) und ein Gewicht von 4 bis 10 Kilogramm. Das Gesicht ist haarlos, der Mund- und Halsbereich ist für laute Schreie entwickelt: Zungenbein und Schildknorpel des Kehlkopfs sind stark vergrößert. Das Fell ist rau und meistens lang, seine Färbung reicht von gelbbraun über rot bis zu schwarz, was von der Art, vom Alter und vom Geschlecht abhängt, aber auch individuell variieren kann. Der lange Schwanz ist im hinteren Teil an der Unterseite unbehaart, er ist als Greifschwanz ausgebildet. Die Männchen sind deutlich größer als die Weibchen, oft eineinhalb Mal so schwer, und manchmal auch unterschiedlich gefärbt.

Lebensweise

Brüllaffen sind tagaktive Baumbewohner, die unterschiedliche Arten von Wäldern bewohnen. Sie lassen sich sowohl in Regenwäldern als auch in trockeneren Savannenwäldern finden. Ihre Anwesenheit hängt vom vorhandenen Nahrungsangebot ab. Sie sind geschickte Kletterer, auch wenn ihre Bewegungen eher bedächtig sind. Der Greifschwanz wird als fünfte Hand eingesetzt und ist so stark, dass sich Tiere nach einem Sprung von einem Ast allein mit dem Schwanz abfangen können. Oft besetzen Männchen und Weibchen unterschiedliche Teile der Bäume: während Männchen sich in den Baumkronen aufhalten, finden sich Weibchen eher in den unteren Teilen. Wie viele andere Blattfresser müssen sie den geringen Nährwert ihrer Nahrung mit langen Ruhezeiten kompensieren.

Sie leben in Gruppen zusammen, die meistens fünf bis zwanzig Tiere umfassen und aus einem oder mehreren geschlechtsreifen Männchen und mehreren Weibchen bestehen. Jedoch achten die älteren Männchen, dass das Verhältnis Männchen-Weibchen nicht unter 1:3 bis 1:4 sinkt, ansonst werden untergeordnete oder junge Männchen verjagt. Innerhalb der Gruppe besteht eine strenge Hierarchie unter den Männchen, Kämpfe untereinander und auch das Töten von Jungtieren sind keine Seltenheit. Nachdem sie erwachsen sind, verlassen die meisten Jungtiere ihre Familiengruppe, vermutlich weil sie dort innerhalb der Gruppenhierarchie chancenlos wären. Ein Revierverhalten ist nicht sehr stark ausgeprägt, Territorien verschiedener Gruppen können sich großflächig überlappen, einzig der Kernbereich wird verteidigt und mit Gebrüll angezeigt.

Brüllaffen haben ihren Namen vom lauten Brüllen der Tiere (sowohl Weibchen als auch Männchen), das über mehrere Kilometer hin hörbar ist. Das Gebrüll dient vor allem der Kommunikation verschiedener Gruppen untereinander. Alle Männchen der Gruppe stimmen ein, zusammen mit dem Antwortgebrüll anderer Tiere ergibt sich ein lautes Spektakel. Brüllaffen machen damit ihre Anwesenheit deutlich, um andere Gruppen vor ihrem Kernbereich zu warnen. Energieaufwändige Kämpfe – die Brüllaffen sind ja Blätterfresser und müssen mit der Energie haushalten – können so vermieden werden. Ein zweiter Grund für das Gebrüll kann darin liegen, dass Einzeltiere Anschluss an eine Gruppe suchen (die Migration unter der Gruppen ist relativ hoch) und durch ihr Geschrei ihre Anwesenheit signalisieren und auch auf diese Weise Antwort erhalten, ob sie willkommen sind oder nicht. Meistens erklingt das Gebrüll am Morgen, im Bedarfsfall auch zu anderen Tageszeiten.

Gefährdung

Zwar leiden Mantelbrüllaffen an der fortschreitenden Zerstörung ihres Lebensraumes und der Bejagung, insgesamt gilt die Art laut der Roten Liste der IUCN aber als „nicht gefährdet“ (least concern). Die Art kommt in zahlreichen Schutzgebieten vor (z. B. Nationalpark Cahuita und im Nationalpark Caña Blanca in Costa Rica, Nationalpark Coiba in Panama, Nationalpark Los Katíos in Kolumbien, Nationalpark Machalilla in Ekuador).

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Costa Rica

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