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Der Mittelamerikanische Tapir, auch Baird-Tapir genannt, (lat.: Tapirus bairdii) ist eine Säugetierart aus der Familie der Tapire (lat.: Tapiridae).

Körperbau

Mit einer Körperhöhe von bis zu 120 Zentimetern, einer Kopfrumpflänge von rund 200 Zentimetern und einem Gewicht von bis zu 300 Kilogramm ist er nicht nur der größte neuweltliche Tapir, sondern auch das größte wildlebende Säugetier der amerikanischen Tropen. Er sieht dem ausschließlich in Südamerika lebenden Flachlandtapir sehr ähnlich, ist aber größer und hat eine kürzere Nackenmähne. Das Fell ist dunkelbraun gefärbt, die Wangen und die Kehle sind gelblich-grau.

Wie alle Tapire haben Mittelamerikanische Tapire einen schwerfällig wirkenden Körper mit schlanken Beinen. Die Vorderfüße enden in vier und die Hinterfüße in drei Zehen, der Schwanz ist nur ein kurzer Stummel. Das Gesicht ist wie bei allen Tapiren durch den kurzen Rüssel charakterisiert.

Verbreitung und Lebensraum

Mittelamerikanische Tapire sind vom äußersten Süden Mexikos über Mittelamerika bis in die westlich der Anden gelegenen Küstenregionen Kolumbiens und Ecuadors verbreitet. Ihr Lebensraum sind Wälder, wobei sie tropische Regenwälder bevorzugen und meist in der Nähe von Gewässern zu finden sind. 

In der mittelamerikanischen Gebirgslandschaft ist er aber auch bis in eine Höhe von 3600 m über dem Meeresspiegel nachweisbar. Hier bewohnt er überwiegend Bergnebelwälder, die teils sehr feucht sind und einen Jahresniederschlag von bis zu 2.600 mm besitzen. Allerdings werden auch Sekundärwälder und teils Buschlandschaften besiedelt.

Die Populationsdichte des Mittelamerikanischen Tapirs ist relativ gering, In der Regel kommt nur ein Tier auf 4 km² vor, gebietsweise sogar nur auf 20 km². Die geringe Populationsdichte geht auf die deutlich zersplitterten und weit über Mittelamerika verstreuten Lebensräume zurück, die durch die Expansion der menschlichen Besiedlungen geschaffen wurden.

Lebensweise

Wie alle Tapire sind Mittelamerikanische Tapire nachtaktive Einzelgänger, die sich tagsüber ins Dickicht zurückziehen. Sie können gut schwimmen und wühlen gern im Schlamm. Es sind sehr scheue Tiere, die sich im Bedrohungsfall oft ins Wasser zurückziehen. Sie sind Pflanzenfresser und ernähren sich von Blättern, Früchten, Zweigen und anderen Pflanzenteilen.

Nach einer rund 390- bis 400-tägigen Tragzeit bringt das Weibchen meist ein einzelnes Jungtier zur Welt. Dieses ist - wie alle Tapirbabys - mit einem hellen, tarnenden Streifenmuster versehen, das sich im Lauf des zweiten Lebenshalbjahres verliert. Mit rund einem Jahr ist das Jungtier endgültig entwöhnt und selbständig, die Geschlechtsreife tritt mit drei bis vier Jahren ein.

Gefährdung

Die IUCN führt den Mittelamerikanischen Tapir als bedroht (endangered). Die Gesamtpopulation wird auf weniger als 5.000 Tiere geschätzt, nachdem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts 70 % der Regenwälder Mittelamerikas vernichtet worden sind.

Costa Rica

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