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Unter den in Costa Rica lebenden Säugetierarten gibt es drei Arten von Ameisenbären. Charakteristisch für diese Tiere ist die zahnlose Röhrenschnauze, die eine lange Zunge beherbergt. An ihren Vorderzehen tragen Ameisenbären auffällig lange und scharfe Krallen. Diese dienen zum Aufreißen von Termitenbauten und zur Abwehr von Feinden.

 

Beschreibung

Charakteristisch für diese Tiere ist eine röhrenförmige, zahnlose Schnauze. Mit einer langen Zunge können die Ameisenbären auch aus schwer zugänglichen Stellen (Astlöcher, Termitenbauten) ihre Hauptnahrung, Ameisen und Termiten, aufnehmen. Das Gewicht der Ameisenbären reicht von nur 280 Gramm (Zwergameisenbären) bis über 30 Kilogramm (Großen Ameisenbär). An ihren Vorderzehen tragen Ameisenbären auffällig lange und scharfe Krallen, die zum Aufreißen von Termitenbauten und zur Abwehr von Feinden dienen. Die Tiere stellen sich bei einer Bedrohungssituation ebenfalls auf die Hinterbeine, stützen sich mit ihrem Schwanz und spreizen die Vorderbeine weit von sich. Die Anzahl der Krallen variiert je nach Art: zwei beim Zwergameisenbären, drei beim Großen Ameisenbären und vier bei den Tamanduas. Die hinteren Krallen sind weniger ausgeprägt entwickelt. Der Schwanz ist lang, beim Großen Ameisenbären buschig, bei den anderen Arten als Greifschwanz ausgebildet. Augen und Ohren dieser Tiere sind klein, der Geruchssinn dagegen sehr gut entwickelt.

Lebensweise

Die Arten unterscheiden sich deutlich in ihrem Lebensraum: während der Zwergameisenbär ein reiner Baumbewohner ist und vorwiegend Wälder bewohnt, lebt der Große Ameisenbär ausschließlich am Boden und bevorzugt Savannen. Die Tamanduas liegen in der Mitte, sie finden sich sowohl am Boden als auch in den Bäumen. Ameisenbären sind vorwiegend Einzelgänger, die nur zur Paarung zusammenkommen. Die in Costa Rica vorkommenden Arten sind der Zwergameisenbär (serafín de platanar), der Nördlicher Tamandua (oso hormiguero oder oso colmenero) und der Riesen-Ameisenbär (oso caballo).

Ernährung

Ameisenbären ernähren sich fast ausschließlich von Ameisen und Termiten. Mit ihren Krallen brechen sie die Bauten dieser Tiere auf und lecken die Tiere mit ihrer langen, eingespeichelten Zunge auf.

Bedrohung

Ameisenbären zählen zu den weniger bedrohten Arten, wozu ihr großes Verbreitungsgebiet und ihre relative Anspruchslosigkeit beitragen. Die IUCN listet lediglich den Großen Ameisenbären als gefährdet (vulnerable).

 

Nördlicher Tamandua

Der Nördliche Tamandua (oso hormiguero oder oso colmenero) als häufigste Ameisenbärenart erreicht eine Länge bis 67 cm (größenmäßig zwischen den anderen Arten), ist sowohl Baum- als auch Bodenbewohner und hat ein gelblich-hellbraunes Fell mit einer schwarzen „Weste“. Auffällig sind die spitze Maul-Nasenpartie und der lange Schwanz mit nacktem Ende. In Höhenlagen bis 2000 m lebt das Tier am Boden und auf Bäumen. Es ernährt sich von Ameisen und Termiten, deren Bau es mit seinen langen, starken Vorderkrallen zerstört, sowie von Früchten. Bei einem Angriff richtet sich das Tier auf und kann mit seinen Krallen dem Gegner tiefe Wunden zufügen.

Das Verbreitungsgebiet des Nördlichen Tamanduas reicht vom südlichen Mexiko bis ins nördliche Südamerika (bis Venezuela und Nord-Peru).

Großer Ameisenbär

Pferdebär nennen die Einheimischen den bis 1,30 m langen Großen Ameisenbär (oso caballo) mit dem langen „Schnabel“. Es ist die bekannteste Art dieser Familie. Sein Fell ist graubraun mit einem großen schwarzen Streifen an Hals und Schulter. Das Tier bevorzugt offene Flächen.

In Costa Rica wurde er schon länger nicht mehr gesichtet, auf der Osa-Halbinsel wurden jedoch Spuren gefunden.

Zwergameisenbär

Der nur 15-20 cm kleine Zwergameisenbär (serafín de platanar) wird auch Pygmäen-Ameisenfresser genannt. Ihr Gewicht beträgt 250 bis 400 Gramm. Der nachtaktive Baumbewohner hat ein helles, goldgelbes Fell und einen langen Wickelschwanz (18 bis 20 cm). Tagsüber schläft der Einzelgänger eingerollt wie ein Tennisball in Bäumen, wo er nur sehr schwer zu entdecken ist.

Ihr Verbreitungsgebiet reicht vom südlichen Mexiko bis Bolivien und das mittlere Brasilien.

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