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Diese nur in Amerika vorkommende Vogelfamilie der Kolibris (pica flor, engl. hummingbird) zählt zur Ordnung der Seglervögel (Apodiformes) - Kolibris sind also direkt verwandt mit dem bekannten Mauersegler. Von Kanada bis Feuerland - sie leben in heißen und kalten Wüstengebieten genau so wie in den Waldgebieten am Amazonas - kommen rund 330 Arten vor. Dazu zählt auch der kleinste Vogel der Erde, der nur etwa 2 Gramm Körpergewicht erreicht. Selbst die größte Art, der Riesenkolibri, erreicht nur etwa 20 Gramm und damit kaum das Gewicht eines Sperlings. In Costa Rica kommen 54 Arten vor.
Auffällig ist ihr schwirrender, hummelähnlicher Flug, bei dem sie ihre Flügel bis zu 80 mal in der Sekunde auf und ab bewegen (während der Balz kann die Frequenz auf bis zu 200 Flügelschläge pro Sekunde gesteigert werden!). Dabei haben sie eine besondere Flugtechnik. Während andere Vögel mit ihren Flügeln schlagen, bewegen Kolibris die Flügel oft in Form einer liegenden Ziffer 8. Das erlaubt ihnen, wendig wie ein Hubschrauber zu fliegen oder in der Luft anzuhalten - dagegen sind sie schlecht "zu Fuß".


Ihre Nahrung besteht aus Fruchtfleisch, Insekten, die sie im Flug fangen oder Nektar, den sie wie Insekten aus Blüten saugen. Um den Flüssigkeitsbedarf zu decken, trinken die Kolibris zusätzlich noch Wasser. Der Schnabel der verschiedenen Arten ist der jeweiligen Blütenform angepasst und kann sehr lang sein. Die Zunge der Kolibris ist lang, kann weit hervorgestreckt werden und ist an der Spitze gespalten und strohhalmförmig, sodass der Nektar gut aus den Blüten gesaugt werden kann.


Sie bauen ein winziges Nest, das aus Spinnweben, Pflanzenwolle, Flechten oder Moos angefertigt wird. Das Nest wird in geringer Höhe in einem Busch oder einem Baum versteckt gebaut. Das Weibchen legt zwei weiße Eier im 2-Tage-Abstand, die sie 14 bis 19 Tage lang ausbrütet. Die Jungen werden anschließend 3-4 Wochen lang gefüttert. Dabei kommt das Weibchen bis zu 140 mal pro Tag zum Nest, um die Jungen mit Futter zu versorgen. Die Männchen sind vor allem wäh­rend der Brutzeit sehr aggressiv und kämpferisch und attackieren dabei auch furchtlos größere Angreifer wie Raubvögel.
Die meisten Kolibris haben ein buntes, in der Regel metallisch grün schimmerndes Gefieder. Die Kehle beim Männchen ist oft glänzend rot, blau oder smaragdgrün. Ein besonderes Merkmal der Kolibris ist der Schnabel, der bei fast jeder Art anders aussieht und extrem in der Länge variiert. Jeder Schnabel ist auf einen anderen Blütentyp spezialisiert, sodass jede Art ihre eigene ökologische Nische besetzt und damit dem Konkurrenzkampf mit anderen Arten entgeht.


Wegen der Schmuckfedern, die besonders beim Männchen sehr farbenprächtig sind, wurden Kolibris im 20. Jahrhundert (und teilweise noch heute) erbarmungslos gejagt.

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