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 8 Parks und Reservate in 3 Wochen

 

Dienstag 04.03.2008 (Amsterdam)

15:00 Uhr (MEZ): Abflug Amsterdam-Shiphol mit Martinair. Der Abflug hat sich - wie schon im letzten Jahr - um 1 Stunde verzögert. Zwischenstopp ist diesmal nicht Orlando, sondern Miami. Im Flugzeug bekam ein Passagier einen Herzanfall. Es waren zwei Ärzte an Bord, die ihm ein wenig helfen konnten. Es stand die Überlegung im Raum einen Zwischenstopp in Halifax oder Boston einzulegen. Letztlich entschied man sich dann doch dafür planmässig weiterzufliegen. In Miami genossen wir dann den wahrscheinlich schnellstens Checkin für US-Verhältnisse. Es blieb für den planmässigen Weiterflug der Anschlussmaschine nur 40 min Zeit und die haben wir auch geschafft. 132 Passagiere in knapp 30 min durch den diesmal nicht ganz so strengen Security-Check zu bekommen war wohl auch für die Amis was neues. Meine Kameratasche genoss allerdings eine Sonderbehandlung. Im Röntgengerät störten den Officer dann doch viele Kabel und Batterien und Elektronik, weshalb die Tasche von Hand gecheckt wurde. Ankunft in San Jose war pünktlich um 22:10 (Ortszeit).Am Flughafen - während des Wartens auf das Gepäck - hab ich mich am Automaten mit Geld versorgt. Dollars und Colones. Von da aus ging es mit dem Taxi ins Hotel.

Mittwoch, 05.03.2008 (Alajuela / Grecia)

Kein BildAm heutigen Tag bin ich frühmorgens von San José aus mit dem Bus nach Alajuela gefahren und habe mir diese Stadt angesehen. Buntes Treiben überall. Am frühen Nachmittag fuhr ich ebenfalls per Bus zu "The World Of Snakes", 2 km vor der Stadt Grecia. Hier hat der Österreicher Robert Meidinger die nach eigenen Kein BildAngaben grösste Schlangenzucht der Welt mit Schlangen, die in Costa Rica vorkommen und auch anderen Schlangen. In Verbindung mit einem Stadttrip oder wenn man auf der Durchreise ist, ist die Ausstellung ganz sicher besuchenswert. (Eintritt 11 Dollar)

Für morgen ist die Fahrt an die Karibik geplant. Gandoca Manzanillo steht auf dem Plan. Für diesen Zweck habe ich mir heute ein Ticket am Terminal del Caribe geholt. Los geht es 10.00 Uhr, die Fahrt soll 4 Stunden bis Puerto Viejo gehen. Von dort aus ist es nicht mehr weit.

Donnerstag, 06.03.2008 (Puerto Viejo)

Eigentlich sollte oben ja Gandoca Manzanillo stehen, ABER.... Der Reihe nach. Als ich am Terminal del Caribe rechtzeitig ankam, stand der Bus noch nicht da. Viele Leute warteten. Soweit kein Problem. Dann kam er endlich. Unser Bus. Nun was soll ich sagen, es war das gleiche Modell, mit dem wir letztes Jahr auf dem Weg von Paquera nach Montezuma schon mal stehengeblieben waren. Das muss ja nichts heissen, dachte ich mir. Dennoch scherzte ich zu einem jungen Kanadier, dass der Bus nicht so aussieht, dass er die Tour durchhält. Nachdem alles verladen war startete der Fahrer den Motor und pumpte mehrmals, so als wolle er den Druck im Hydrauliksystem erhöhen. Kein BildWir fuhren also los und: Nach ca. 60 Minuten Fahrt, inmitten des Nationalpark Braulio Carillo gab es einen Mega-Zisch und der Bus blieb vor einer Kurve stehen. Nichts ging mehr. Der gesamte Bremsdruck war entwichen. Der Fahrer versuchte noch, das ganze zu reparieren, stellte aber bald fest, dass das nicht geht. Daher rief er aus San José einen Ersatzbus. Das dauerte dann natürlich auch eine Weile. Und so stiegen die meisten aus dem Bus aus und "vergnügten" sich am Strassenrand. EiKein Bildne Frau versuchte zu trampen. Irgendwann hielt auch ein LKW an. Die Stelle an der wir unfreiwillig hielten war nicht ungefährlich. Unsere Fahrtrichtung hatte nur eine Spur, was die nachkommenden LKW veranlasste in voller Fahrt zu überholen - trotz Gegenverkehr. Irgendwann - nach fast 90 Minuten - kam dann der Ersatzbus und wir konnten unsere Fahrt endlich fortsetzen, erreichten wegen Strassenbauarbeiten Puerto Viejo dann mit über 2 stündiger Verspätung.

Und warum blieb ich nun wieder in Puerto Viejo ? Wir kamen hier erst um halb 5 an, kurz vorher ging der vorletze Bus nach Manzanillo. Der letzte erst wieder um 19:30 Uhr. Also suchte ich mir eine Cabina, die ich nach nur 3 Anläufen auch fand. Cabinas "Dolce Vita" , ziemlich versteckt gelegen bei Stanford (das ist da wo man die "Salsa Brava" so gut sieht). Ich hab ein 3 Bett-Zimmer für mich allein, für ganze 12 Dollar die Nacht. Nach Manzanillo fahre ich morgen entweder mit dem Fahrrad oder mit dem Frühbus um halb 8. Wahrscheinlich eher der Bus, da es ca. 15 km bis Manzanillo sind...

Freitag, 07.03.2008 (Puerto Viejo / Manzanillo)

Kein BildDer Tag heute begann sehr früh. Gegen 5 Uhr in der Frühe schon meinte ein Papagei neben meinem Fenster musizieren zu müssen. Zum Aufstehen war dies selbst fur Costa Rica noch ein wenig zu früh, denn es hatte ja so rein gar nichts geöffnet. Irgendwann bin ich dann so gegen 6.30 Uhr aufgestanden und hab mich für den heutigen Tag fertig gemacht. Mit dem Bus ging es um 7.30 Uhr nach Manzanillo. An der Haltestelle (Parada) traf ich einen jungen Engländer. Er stellte sich mit John vor, war aber dem englischen Prinzen Harry wie aus dem Gesicht geschnitten, hatte auch die gleichen Haare. Ich hätte viel dafür verwettet, wenn er es gewesen wäre. Ich muss das mal checken, ob Prinz Harry im Moment zufällig in Costa Rica ist...

Die Erkundung des Refugio Nacional da Vida Silvestre Manzanillo, also des Tierschutzgebietes Manzanillo, war wegen der drückenden Hitze ein wenig anstrengend. Kein BildNatürlich hatte ich genügend Wasser mit. Herrliche Strände erwarten einen, wunderschöne Natur im Inneren, viele Schmetterlinge. Andere Tiere habe ich leider nicht gesehen, vielleicht war es denen auch zu heiss. Den 12.45 Uhr Bus zurück nach Puerto Viejo hab ich leider verpasst, der nächste kommt erst gegen 17.15 Uhr - und so beschloss ich, mit Laufen anzufangen. Bis Puerto Viejo sind es 12 km, bis Punta Uva sind es 4 km. Bis dahin wollte ich bei dieser Hitze aber wenigstens kommen, was mir mit einigen kleinen Pausen zum Sonnen und Musikhören (mp3) auch gelang. Bei Punta Uva hab ich in einem Restaurant was gegessen und bin dann weitergelaufen bis mich der Bus einholte und ich mit dem Bus das restliche Stück bis Puerto Viejo gefahren bin.

Kein BildFür morgen ist Cahuita geplant. Zwar war ich dort schon mal gewesen, aber im Bus von San José sass neben mir ein Biologie-Professor der Universität Modena (Italien). Mit ihm hab ich mich sehr nett unterhalten. Er betreibt mit seinen Assistenten in Italien einen Verein "Regenwald für immer" (Foreste per sempre - www.forestepersempre.org) und ist zur Zeit in der Rangerstation im Nationalpark Cahuita. Er kam den Tag zuvor von Nicaragua runter, wo ebenfalls ein Projekt läuft. Schaut einfach mal auf die Website. Jedenfalls möchte ich mir das mal anschauen und mache einen Abstecher nach Cahuita.

Samstag, 08.03.2008 (Cahuita)

Der Tag in Cahuita stand ganz im Zeichen des Nationalparkes, den ich frühmorgens betrat und erst gegen 16:30 Uhr wieder verliess. Habe jede Menge Kapuzineraffen gesehen, Lurche, Schmetterlinge, Vögel, ein Faultier und und und...

Kein BildIm Park traf ich zwei Schweizerinnen. Tina ist schon seit Ende Januar in Costa Rica, sie war in Tamarindo in der Sprachschule. Ihre Freundin Monika besucht sie jetzt und die beiden reisen so noch 1,5 Wochen durch das Land, bevor Monika wieder nach Hause muss und Tina zunächst nach Nicaragua und dann weiter nach Quito (Equador) fliegt. Die politische Lage hat sich wieder entspannt, nachdem aus einem Kriegsgipfel auf typisch lateinamerikanische Art auf einmal ein Friedensgipfel wurde.

Kein BildAm Abend war Live-Musik in Cahuitas Cocos Bar angesagt. Reggae und Salsa sollte gespielt werden. Es wurde zwar nur Reggae gespielt, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. In der Luft war ein seltsamer Geruch von Gras und irgendwie hatten alle Leute ihren Spass.... Morgen ist die Fahrt nach Limon geplant, von wo aus ich versuchen möchte in Richtung Westen zu kommen. Die Region Monteverde / St. Elena / Arenalsee / Tenorio möchte ich besuchen und dort ein paar Tage bleiben. Den Botanischen Garten am Arenalsee möchte ich mit in meine Reise integrieren.

Sonntag, 09.03.2008 (Limon)

In Limon bin ich ohne Probleme und ganz pünktlich angekommen. Diesmal hab ich mir das Hotel - anders als letztes Jahr - vorher besser ausgesucht und mich im Acon einquartiert. Es ist ein einfaches, aber sauberes Hotel für 14.000 colones die Nacht, mit Aircondition, TV und Dusche. In Limon selbst ist heute nicht sehr viel los. Es ist Sonntag, die meisten Geschäfte haben geschlossen und es ist drückend heiss.Im Hafen liegt ein Ozeanriese aus den USA, eine Kreuzfahrt macht Zwischenhalt in Limon.

Ich habe heute einen Flug mit Nature Air von San Jose nach La Fortuna gebucht, der geht nur 25 min und ist das effektivste. Gegen Mittag komme ich per Bus in San Jose an, wenn nichts unerwartetes passiert. Gern hätte ich auch mal Interbus gebucht, allerdings muss man das wohl 3 Tage im Voraus buchen und das ist natürlich zu spät.

Montag, 10.03.2008 (San Jose / Nuevo Arenal)

Die Fahrt mit dem Bus nach San José hat prima geklappt. 7:10 war ich am Terminal, um noch den direkto-Bus nach San Jose num 7:30 Uhr zu bekommen. Man muss aber 30 minuten vorher da sein, und so wollte mir der nette Herr ein Ticket für 8:30 Uhr verkaufen. Fast 80 minuten am Terminal rumsitzen wollte ich nun wiederum nicht, daher verständigte ich mich mit ihm auf den 8:00 Uhr Bus, das war kein direkto. Ich rechnete mit Ankunft in San Jose gegen 11:00 Uhr (der direkt braucht 2,5 Stunden). Zu meiner Überraschung kam dann aber ein moderner Reisebus und alles ging flink. Unterwegs überholten wir den 7:30 Uhr Bus und ich war 10:40 Uhr in San Jose. Mein ganzes Gepäck hab ich am Terminal gelassen. Die Aufbewahrung kostet 500 colones pro Gepäckstück pro Tag. Da ich drei Rucksäcke habe, sind die 3 US-Dollar also gut zu verkraften.

Mit dem Taxi hab ich mich in die Innenstadt fahren lassen. Ich wurde gebeten im Buchladen nach einem Spinnenbuch zu schauen.... Mal sehen ob ich Helmi eine Freude machen kann.

In der Stadt war heute mal wieder eine Demo gegen die T.L.C. (CAFTA). Mit fröhlicher Musik auf einem Lautsprecherfahrzeug und überhaupt ganz friedlich.

Der Flug von San Jose nach La Fortuna war ein wenig zum K.... Das lag aber weniger an Nature Air als an mir, da ich heute bis zum Mittag ausser einem BigMac und ein paar Pommes und O-Saft nichts weiter gegessen habe und so tat der leicht turbulente Flug in Richtung Arenal sein übriges. Was eine Überraschung war, keine sehr schöne, dass man in La Fortuna nochmal eine Art Flughafengebühr von 7 Dollar entrichten muss. Weder auf der Website noch vom NatureAir-Personal wurde man darauf hingewiesen.

Kein BildNachdem wir dann per Shuttle für 6 Dollar nach La Fortuna gefahren wurden und dort erfuhren, dass der Bus in Richtung Tilaran gegen 17 Uhr kommt, habe ich die 2 Stunden bis dahin noch mit Essen und Ausruhen verbracht. Aus 17 Uhr wurde dann leider 17:45 Uhr und so war es schon fast dunkel als wir dann endlich in Richtung Tilaran fuhren. Ich wollte auch nur bis Nuevo Arenal fahren. Meinem noch nicht ganz genesenen Magen tat ich damit keinen Gefallen. Denn eine Rumpelfahrt auf einer Huckelpiste, noch dazu im Dunkeln wo das Auge nicht sieht was passiert sorgt im Magen für erneute Turbulenzen und ich wusste jetzt wofür die Plastiktüte für Helmis Spinnen-Buch aus San Jose gut war..... Anfangs ärgerte ich mich darüber, dass so ein kleines Buch in eine Plastiktüte eingepackt und versiegelt wurde. Nun aber war ich froh dass ich sie hatte...

Einquartiert hab ich mich heute in der Cabinas Catalina für 6000 colones (12 Dollar) und erfuhr dass der Botanische Garten hier ganz in der Nähe geschlossen hat. Das war schade, denn es war der eigentliche Grund meiner Reise hierher. Daher muss ich morgen umdisponieren und entweder den Tag am Arenal-See verbringen, der auch sehr reizvoll ist oder weiter nach Tilaran und von dort nach Sta. Elena.

Nun aber musste ich erstmal was essen, was nach zwei Stunden Schlaf gegen 21:00 Uhr in Nuevo Arnenal eine echte Herausforderung ist, da es nichts mehr gab ausser der Pizzeria, zu der meine Cabina gehörte. Notgedrungen musste ich also eine recht fettige Pizza essen. Wie das mein Magen beantwortet wusste ich nicht, aber ich musste was essen.

Dienstag, 11.03.2008 (Nuevo Arenal)

Kein BildDer Tag in Nuevo Arenal begann wieder mit einem netten Frühstück, die Pizza vom Vorabend hab ich gut vertragen. Ausserdem steht die Überlegung an, mit dem 11:00 Uhr Bus nach Tilaran weiterzuziehen, um dort den 12:30 Bus nach Santa Elena zu bekommen, wenn denn schon in Nuevo Arnenal nichts los ist. In der German Bakery von Thomas und Ellen wollte ich mich danach erkundigen. Ellen war sehr erfreut einen Deutschen zu treffen, der nicht mit einer Reisegruppe kam. Und sie war erstaunt wegen meiner Nachfrage bezüglich des 11:00 Bus. Den es nämlich gar nicht gab. Das liess sie sich bei 2 Telefonaten bestätigen und daher fragte ich nun, was es denn hier so zu unternehmen gäbe. Sie machte mir den Vorschlag, dass ich erst runter an den See gehe und am frühen Nachmittag wieder bei ihr vorbeikomme.

Kein BildDie Aussicht am See war wirklich sehr toll, das Wetter eignete sich hervorragend füreine kleine Wanderung. Am Nachmittag war ich wie versprochen zurück und Ellen hatte einen Freund gefragt, ob er mich abholen könne und wiederum zu einem anderen Amigo fahren könnte. Der hat nämlich ein schönes Grundstück in höherer Lage und dort könnte ich viele Fotos machen. von Pflanzen und von der Umgebung. Das liess ich mir natürlich nicht zweimal sagen. Und ich sollte nicht enttäuscht werden. die Aussicht auf den Arenalsee war wirklich fantastisch, sogar den Tenorio konnte ich sehen. Das war ein sehr schöner majestätischer Anblick.

Kein BildNach einer knappen Stunde war ich zurück und bei Thomas und Ellen sass ein anderer Deutscher, der in Thailand ein Restaurant hat und nun nach 4 Jahren erstmal Urlaub braucht und den verbringt er in Costa Rica. wir unterhielten uns sehr angeregt über dies und jenes und obwohl wir 2 "Fremden" Thomas und Ellen vorher noch nie im Leben gesehen haben luden die beiden uns am Abend zu sich nach Hause zum Grillen ein. Dieser Einladung folgten wir beide natürlich sehr gern und es wurde ein sehr schöner Abend.

 

 

 

 

 

Mittwoch, 12.03.2008 (Nuevo Arenal / Santa Elena)

Kein BildHeute wollte ich den 10:00 Uhr Bus nach Tilaran nehmen, um von dort dann nach Santa Elena zu gelangen. Ich stand also um 9:45 Uhr an der Haltestelle und der Bus kam NICHT. Er kam bis 11:00 uhr nicht, so dass ich mich wieder nach alternativen umsehen musste. Während ich so wartete, hielt ein älteres amerikanisches Pärchen an und fragte mich nach dem Weg nach Tilaran. Den Weg zeigte ich dem Herrn. Fragte aber auch, ob ich nicht bei ihnen bis dahin mitfahren könne. Kein BildEr musste erst sein Frauchen fragen und Frauchen sagte offenbar NO, denn ich durfte - obwohl genug Platz im Subaru war - nicht mit. Ihm war das ganze sichtlich ein wenig unangenehm, was ihn nicht davon abhielt mir zu winken. Nun gut, schnappe ich mir eben ein Taxi. Für die 24 km-Fahrt handelte ich 10.000 colones (20 Dollar) als Preis aus. Geld für solche "Zwischenfälle" ist ja eingeplant. Ein älterer Taxifahrer fuhr ganz und gar nicht so wie man das allgemein von älteren Menschen erwartet. Die Fahrt verlief ziemlich rasant, aber stets sicher. Und ich traute auf einmal meinen Augen nicht. Nach knapp 10 km stand am Strassenrand ein blaür Subaru mit einer Panne, der Motor qualmte. Es war das amerikanische Pärchen von vorhin, dem ich nun fröhlich zuwinkte. Ich bin mir sicher, dass die beiden vielleicht irgendwann Hilfe bekommen haben....

Kein BildIn Tilaran angekommen wollte ich keine Zeit verlieren und fragte die dort stehenden Taxis nach dem Preis nach Santa Elena. Alle wollten so um die 25.000 colones (50 Dollar) haben. Ich wollte erst einmal was essen gehen und mir das überlegen. Immerhin fuhr wohl um 12:30 Uhr auch der normale Bus dorthin. Auf dem Weg zum Essen sah ich ein anderes Taxi. Der Fahrer sprach mich an und wir unterhielten uns. Ich fragte ihn ob er mich für 40 Dollar und 1 Kaffee nach Santa Elena bringen könne und er war sofort bereit dazu. So kam ich dann in einem ziemlich wuchtigen Nissan Pathfinder über eine sehr holprige und kaputte Strasse - über die auch der öffentliche Bus fahren muss - nach gut 1.5 Stunden in Santa Elena an. 1 Stunde kürzer als der Bus gebraucht hätte und knapp 2 Stunden eher da als ich mit Bus da gewesen wäre. Und unterwegs hielt der Fahrer auch ab und zu für Fotos an.

In Santa Elena angekommen fand ich in der Cabinas El Pueblo auch direkt Unterkunft, erkundigte mich an der Rezeption auch nach allen Angeboten und buchte auch direkt eine Tour in den Nebelwald mit Guide für den nächsten Morgen um 6:30 Uhr. Am gleichen nachmittag noch unternahm ich Ausflüge in die "World Of Insects", den "Frog Pond" und einen "Butterflie Garden"

Für morgen bereitete ich noch die Kamera vor. Checkte das Stativ, die Objektive, die Akkus, die Memory-Cards damit morgen alles läuft.

Am Abend war es erforderlich, dass ich mich am Mittelfinger operiere. Ein Fingernagel war irgendwie beim Schneiden nicht ganz ab und wuchs nun in die Haut rein, was sehr schmerzte und sich auch entzündete. Es war rot und ziemlich dick. Also desinfizierte ich mein rasiermesserscharfes Messer mit eigens mitgebrachter Desinfektionslösung und setzte einen kleinen Schnitt quer des Nagels entlang. Nur ca. 4 mm lang, gerade soviel dass die angesammelte Flüssigkeit entweichen konnte. Danach musste das ganze mit ebenfalls Desinfektionslösung und einer Jodhaltigen Salbe, die ich aus Deutschland mitgebracht habe behandelt werden, wasserfestes Pflaster drüber und das war es dann auch schon wieder.

Donnerstag, 13.03.2008 (Santa Elena)

Dem Finger geht es wieder prima. Der Druck ist weg, der Schmerz lässt nach.

Kein BildUnser Fahrer holte uns heute pünktlich halb 7 an der Unterkunft ab und los ging es. Die Tour sollte um 7:30 Uhr beginnen. Unser Guide war sehr freundlich, sprach ein sehr gutes und sehr verständliches Englisch. Schon 15 Minuten nach dem Start hatten wir das grosse Glück einen Quetzal zu sehen. Ein einzelnes Männchen in ziemlich grosser Entfernung, aber dank Teleobjektiv und Statitv konnte ich vom Quetzal mehrere Fotos machen.

Kein BildViele Orchideen und andere Pflanzen sind zu sehen, Säugetiere haben wir nicht gesehen, dafür aber deren Spuren im Waldboden. Auch Kolibris begegneten uns unterwegs und am Eingang. Die fliegen aber so schnell, dass man fast noch mehr Glück haben muss, einen zu fotografieren. Am Eingang des Nebelwaldes ist das dank eines tricks nicht ganz so schwer. Dort hängen Töpfe mit Nektar und süssem Saft, an dem die Kolibris ihr Picknick einnehmen. Allerdings habe ich auch noch einen Kolibri in normaler Umgebung fotografieren können.

Am Abend traf ich vier Holländer wieder, die mit auf Tour waren, wir gingen im Ort was essen und unterhielten uns. Dann wollten wir noch irgendwo hin, wo es Musik gibt, aber im Amigo war eine Leinwand mit einer Fussballübertragung. Also beschlossen wir nach Hause zu gehen. auf dem Weg dahin kamen wir an einem noch hell erleuchteten, aber offenbar geschlossenem restaurant vorbei. wir gingen hinein und erfuhren, dass es tatsächlich geschlossen hatte. Man bat uns dennoch herein. Ich sah eine Gitarre in der Ecke stehen und fragte, ob dKein Bildie jemand spielen könnte. Die Wirtin setzte sich sofort hin und spielte ein paar Lieder aus Costa Rica, wir bestellten ein paar Getränke und alle hatten Spass. Neben einer Cuba Libre sangen wir dann alle das einzige Lied, was alle konnten und wie konnte es passender zu Cuba Libre sein: Guantanamera.

Irgendwann wurden wir gefragt, woher wir alle kommen und als die Wirtin hörte, dass ich aus Deutschland komme, begann sie mit uns deutsch zu sprechen. Sie lebte bis vor 10 Jahren in der Schweiz - und zwar 12 Jahre lang - und konnte sich sehr gut mit uns unterhalten. Sie war schon in einigen deutschen Gegenden gewesen und fand diese auch sehr schön. Doch immer wieder sehnte sie sich in ihre Heimat Costa Rica zurück. Man kann es nachvollziehen. Eine sehr nette, freundliche Dame, die sich nach Feierabend eigentlich in Ruhe mit ihrer Schwester unterhalten wollte, die extra angereist war.

Freitag, 14.03.2008 (Santa Elena)

Kein BildKein BildHeute war ich bei der grossen Schwester des Nebelwaldes von Santa Elena, nämlich im Nebelwaldreservat Monteverde. Ohne Guide und ohne Zeitdruck, nur für mich allein. Man bekommen am Eingang eine Karte des Reservates mit verschiedenen Wanderrouten und kann sich entlang der gut ausgebauten Wege gut zurecht finden. Die Aussicht bei den Aussichtspunkten war einfach atemberaubend schön. Tiere habe ich auch wieder viele gesehen und wahnsinnig viele Orchideen.

Samstag, 15.03.2008 (Puntarenas / Santa Teresa)

Am frühen Morgen ging es per Bus nach Puntarenas, dort wartete um 10:00 Uhr die Fähre nach Paquera. Ich wollte weiter in Richtung Mal Pais / Santa Teresa, von nun an eine Strandwoche einlegen, bevor ich zu Ostern ja in der Drake Bay bin.

Die Busfahrt über Rumpelstrecke und Huckelpiste klappte ganz gut, wir erreichent Punterenas trotz Stau fast pünktlich nach ein wenig über 2 Stunden Fahrtzeit. Auch die Überfahrt mit der Fähre verlief problemlos. In Paquera angekommen traf ich auf zwei deutsche Mädels, die sich ein Taxi nach Santa Teresa teilen wollten und so trat ich der Fahrgemeinschaft bei. 50 Dollar für drei, dafür dass wir statt 3 Stunden nun knapp über 1 Stunde bis Santa Teresa brauchen würden hielt ich für einen akzeptablen Deal und so ging die Fahrt dann auch los über staubtrockene Pisten und tropischer Hitze.

Sonntag, 16.03.2008 (Santa Teresa)

Kein BildKein BildHeute habe ich mir eine Honda Motocross-Maschine geliehen und bin damit auf staubigen Pisten in Richtung Playa Manzanillo gefahren, habe hier und da am Strand halt gemacht um das Meer und die Sonne zu genießen und kam so an Orte, an die man sonst nur sehr schwer kommt. Man glaubt manchmal nicht, dass nach "nichts" doch noch was kommt und dass eine Strandbar im "Nichts" scheinbar doch existieren kann und nicht nur das: Das Restaurante "Las Palmalitas" (Die kleinen Palmen) irgendwo zwischen Santa Teresa und Playa Manzanillo hatte leckere frische Batidos en leche (die ich so liebe) und der Koch bereitete mir ein wunderbares Filet de Pescado (Fischfilet) zu. Hier verweilte ich ganze 2 Stunden bei schöner lateinamerikanischer Musik und wunderbarer Strandatmosphäre im wie gesagt "Nichts". Hier gibt es rundherum nichts weiter als eben diese Strandbar.

Kein BildDie Piste hatte es in sich. Sehr staubig und wenn dann doch mal ein Auto entgegenkam musste man trotz Helm und Mundschutz schon ziemlich die Luft anhalten, um keinen Staub zu essen. Nach immerhin 7 Stunden Motorradtour, die zurück dann auch bis Mal Pais ging, sah ich allerdings auch aus wie ein Staubfänger und musste erstmal gründlichst duschen.

Die Ticos und immer mehr Touris fahren hier mit Quads durch die Gegend. Ist für viele das günstigste und effekstivste Verkehrsmittel, da der Bus nur 3 mal am Tag vorbeikommt. Was allerdings schon wundert, dass die Quads teilweise auch von Kindern (und mit 10-13 Jahren ist man noch Kind) gefahren werden, und zwar nicht unbedingt langsam. Morgen begebe ich mich dann so langsam Richtung Süden, die semana santa - die Osterwoche - steht vor der Tür und da ist das ganze Land auf den Beinen. Busse und andere Verkehrsmittel fahren nicht unbedingt immer so wie sie sonst fahren. Daher werde ich nach Möglichkeit die Hochburgen umfahren und an ruhigen Plätzen einkehren um dann am Karfreitag rechtzeitig und ohne Stress in Sierpe zu sein.

Montag, 17.03.2008 (Tarcoles)

Früh morgens um 7:00 Uhr kam der Bus nach Santa Teresa. Der Bus nach Cobano, von wo aus es dann weiter nach Paquera zur Fahre ging. Damit es mit den Anschlüssen überall gut klappt musste ich den 07:00 Bus nehmen. In Cobano kam ich kurz nach 8 Uhr an, erkundigte mich ob der 9:30 Uhr Bus nach Paquera auch tatsächlich fährt, was mir ein Busfahrer bestätigte. Ich hatte also noch genügend Zeit für ein Frühstück gegenüber der Banco Nacional, von wo aus ich die Haltestelle gut im Blick hatte. Gerade hatte ich Huevos al al Ranchero (Spiegeleier mit mexikanischer Sauce und Gemüse und Pan) bestellt, meinen Kaffee getrunken, als an der Haltestelle gegenüber ein Bus hielt, der doch tatsächlich nach Paquera fahren sollte. 8:30 Uhr ist es jetzt, nicht 9:30 Uhr. Ich überlegt noch kurz ob ich den Busfahrer nur falsch verstanden hatte, aber er sagte deutlich Nuevo trienta. Neun dreißig. Jetzt war es ocho triente, acht dreißig, und mir blieb leider nichts anderes übrig als halb fertig gegeessen schnell zu bezahlen und zu gehen. Das fiel mir sehr schwer, weil das Frühstück sehr lecker war. Aber was sollte ich machen, riskieren dass eine Stunde später vielleicht gar kein Bus mehr fährt ?

Irgendwann kamen wir dann kurz vor 10 in Paquera an, die Fähre stand abfahrbereit da. Ich nahm Platz und irgendwie schien es mir, dass das Schiff eine leichte Schlagseite hatte. Ich sass links in Fahrtrichtung und tiefer als die Leute rechts, die nicht unbedingt größer waren als ich. Als deutlichstes Zeichen dafür, dass ich Recht hatte diente mir der Blick über die hintere Reeling. Der Wasserspiegelauf der in Fahrtrichtung rechten Seite war unter der Reeling, auf der anderen Seite über der Reeling und eine Wasserflasche die neben mir stand bestätigte meinen Eindruck , galt als zuverlässige Wasserwaage. Aber was solls, dachte ich mir. Der Kapitano wird wird wissen was er tut und so wollte ich mich über solche Kleinigkeiten nicht unnötig aufregen.

Wir kamen pünktlich und trockenen Fußes in Puntarenas gegen 11:15 Uhr an, ich fuhr direkt zur Bushaltestelle für die Busse in Richtung Jaco und Quepos, also in südlicher Richtung. Um 12:30 Uhr fuhr der Bus los, bis Jaco sollten es 1,5 Stunden sein, also bis Tarcoles ca. 1 Stunde. Was auch stimmte. In Tarcoles ist der Nationalpark Carara, in dem man die seltenen und wunderschönen roten Aras beobachten kann. Da ich nicht nach Jaco und auch nicht nach Quepos wollte, wegen der Abfahrtszeiten in Quepos - dort musste ich umsteigen - aber nicht vor 22:00 Uhr in Uvita sein würde, wollte ich also Zwischenstopp hier machen.

Kein BildIm einzigen Hotel in Tarcoles, dem Hotel Carara, kam ich unter in einem Zimmer ohne Klimaanlage, da alle anderen Zimmer belegt waren. Aus gutem Grunde dachte ich mir, denn es war nicht nur im Zimmer drükend heiss. Der aufgestellte Ventilator konnte so wie er aufgestellt war, nicht wirklich viel daran ändern, so dass ich ihn erstmal umfunktionieren musste und ihn abends ans geöffnete Fenster stellte unf höchster Stufe laufen liess.

Dienstag, 18.03.2008 (Tarcoles)

Kein BildKein BildAm frühen Morgen ging es in Richtung Nationalpark los, ich wollte direkt da sein, wenn derPark öffnet, gegen 8:00. Der Park ist unterteilt in mehrere Wege, von denen sich 2 direkt beimHaupteingang befinden. Der schönste aber ca. 2 km in Richtung Brücke, also weg vom Ort, die Straße entlang. Man muss die Tickets vorher kaufen, so habe ich mich erkundigt. OK, ich hätte es nicht gebraucht.... Mittlerweile war es natürlich auch schon wieder richtig heiß. Aber der Weg lohnt sich auf jeden Fall. Der Sendero Meandrica verläuft eben und in paralleler Richtung am Fluss entlang. (Auf der Brücke sind übrigens immer viele Kinder gewesen, weil sich unten an den flussufern ab und zu mal Krokodile sonnen.) Im Park habe ich weitere Tiere gesehen, einen Aguti und allgegenwärtig sind die schönen Aras. Wenn man sie nicht sofort sieht, hört man sie schon von weitem

 

Mittwoch, 19.03.2008 (Uvita)

Der Bus nach Quepos kommt ungefähr 6 Uhr an Tarcoles vorbei. Das habe ich mir gemerkt, als ich von Puntarenas runtergefahren bin. Das waren ca. 1 Stunde Fahrzeit. Ich wusste, dass der Bus in Puntarenas 5:00 Uhr los fährt, also musste er gegen 06:00 hier in Tarcoles vorbvei kommen. Das hieß für mich mit all meinem Gepäck schon sehr früh los gehen, für den Weg kalkulierte ich ca. 20 min. ein. Da es der einzige Bus ist, mit dem auch meine Verbindung in Quepos funktioniert, lief ich also eher los, falls der Bus am frühen Morgen schneller ist als am Mittag. Er muss ja nicht so oft anhalten. Er kam dann auch so 10 Minuten nach 6. Wenn man es gewusst hätte und noch ein wenig mehr tranquilo wäre, dann hätte man noch eine halbe Stunde länger schlafen können ....

Gegen 08:00 waren wir dann in Quepos. Ich hatte jetzt ca. 90 Minuten Zeit für kleine Erledigungen und Frühstück. Irgendwie war mein Adapter abhanden gekommen. Ich glaube ihn in Santa Teresa vergessen zu haben. Also musste ich eine Ferreteria aufsuchen wo es solche „adaptados de corriente“ zu kaufen gibt. Hab ich auch direkt gefunden und sofortgekauft. Das Frühstück in Quepos, das gleiche wie das in Cabano was ich stehen lassen musste, war fast 3 mal so teuer. Sage und schreibe 7500 colones, also 15 Dollar für Huevos a la Ranchero mit Saft und Kaffee. Das ist happig, aber hier in Quepos leider Alltag. Jedenfalls wenn man mit Rucksack unterwegs ist und nicht bis in die kleinste Ecke laufen mag.

Kein BildDer Bus fuhr sehr pünktlich um 9:30 Uhr ab, wir brauchten allerdings für die 45 km Strecke bis nach Dominical auf Schotterpiste 2:15 Stunden. Also eine Durchschnittsgeschwindigkeit, wenn man das überhaupt so nennen kann, von gerade mal 20 km/h. Irgendwann aber am Mittag waren wir in Uvita, ich stieg wieder im Ortsteil Bahia aus und fand auch wieder Platz bei den Cabinas Hegalva, In Uvita war heute viel mehr los als letztes Jahr. Viele Leute kamen aus den Städten angefahren um Ostern hier zu verbringen.

Donnerstag, 20.03.2008 (Uvita)

 

Nico in Gefahr

Heute wollte und musste ich mir ein Taxi für morgen besorgen, denn ich hatte nun definitiv Gewissheit, dass kein Bus von Uvita fahren würde – Karfreitag. Ich startete also nach dem Frühstück vom Ortsteil Bahia aus in Richtung Uvita zu Fuß, wofür ich ca. 30 min. einplante. Ich kam auch irgendwann dort an, kaufte mir oben im Supermarkt eine große Flasche Wasser und wollte – bevor ich mich um ein Taxi kümmerte – noch mal im Internetcafe vorbeischauen, um den Reisebericht der vergangenen Tage zu vervollständigen. Da ich im Ort selbst kein Internet fand, fragte ich in der Ortsinformation nach und die nette Dame dort erklärte mir, dass es über dem Supermarkt ein Internetcafe gibt. Gesagt, getan. Dorthin ging ich jetzt und sah dann auch das Schild, das ich vorhin noch nicht gesehen hatte. Das Internetcafe ist sehr nett angelegt, freundliche Atmosphäre. Man bekommt 30 min frei, wenn man dort Umsatz macht.

Nun gegen 13:00 Uhr war es irgendwann Zeit zurückzugehen. Einen Taxistand oder etwas ähnliches hatte ich nicht gefunden und beschloss, dies telefonisch von den Cabinas unten im Ort aus zu machen bzw. zu veranlassen. Ich ging also die Straße entlang Richtung Süden und lief weiter bis ich an einen mir unbekannten Abzweig in Richtung Bahia kam, den ich aber dennoch nahm, auch weil mir auf Nachfrage bestätigt wurde, dass es der Weg runter nach Bahia ist.

Irgendwann kam ich auch unten im Ort an, genauer gesagt an einem Campingplatz, der wegen der semana santa (Osterwoche) sehr voll war. Mein Dorf vermutete ich noch ein Stück weiter südlich und wollte die kurze Strecke entlang des Strandes gehen. Ich nahm an, dass ich oben an der Straße einen Abzweig zu früh genommen hatte und nun die fehlende Strecke einfach am Strand entlang gehen kann. Dieses Unterfangen sollte sich schon sehr bald als recht schwierig herausstellen. Der Sandstrand des Campingplatzes war irgendwann zu Ende und es schloss sich ein sehr felsiger Abschnitt mit lose liegenden Felsen und Steinen an. Dennoch entschloss ich mich weiterzulaufen. Wasser hatte ich dabei, soweit kann es nicht mehr sein und ich vermutete mein Dorf direkt nach diesen Felsvorsprung, auf dem ich mich nun befand.

Kein BildKein BildLeider nur kam nach dem Felsvorsprung immer noch kein Sandstrand, sondern wieder Felsen. Ich überlegte kurz und orientierte mich am Horizont, wo ich den Ballena Felsen immer sah und wusste, dass ich richtig bin. Ich lief also weiter, obwohl es mir immer schwerer fiel, da die Felsen sehr schwer zu belaufen waren. Auch dachte ich immer daran, dass ich allein bin und wenn ich mit den Füßen in eine Felsspalte gerate oder sich die Felsen verschieben.....

Kein BildKein BildAlso musste ich mich nur noch mehr konzentrieren, das Gleichgewicht halten, aufpassen wo ich hintrat und immer weiter in Richtung Süden gehen. Als aber auch nach dem nächsten Felsvorsprung kein Strand kam und ich nun auch schon über 2 Stunden unterwegs war kamen mir die ersten Zweifel auf, ob ich richtig bin. Nur, was tun ? Wir haben es jetzt kurz vor halb 4. Jetzt umzukehren hieße, die letzten Felsen in der Dunkelheit zu betreten, was ich als zu gefährlich sofort verwarf. Die Felsen waren am Tag schon schwer zu betreten und man musste höllisch aufpassen wohin man trat. Sie waren auch noch nass und glitschig dazu. Also beschloss ich – da ich auch nicht hier verweilen konnte – weiterzulaufen. Ich hatte noch knapp 1 Liter Wasser mit und bis es dunkel wird sind es noch knapp 2 Stunden. Und ich war wegen der heißen SKein Bildonne ziemlich erschöpft.

 

Gedanklich hatte ich mich auch schon darauf vorbereitet, die Nacht am Strand zu verbringen und in der Frühe wieder zurückzugehen.

Nach weiteren 90 Minuten Wanderung über Felsen – bergauf bergab – mittlerweile war es 17:00 Uhr – sah ich auf einem Felsvorsprung vor mir Menschen. Ich habe mich noch nie so gefreut, ein paar Menschen zu sehen. Die ganze Zeit über war hinter mir Felsen, vor mir Felsen, über mir ca. 20 Meter seile Hänge und rechts von mir das Meer.

Kein BildKein BildIch lief in die Richtung, sie waren noch ca. 30 m entfernt und stellte irgendwann fest, dass die Leute dort angeln. Als ich dort ankam, bestätigte sich das auch. Ich fragte nun als erstes wohin es in Richtung Bahia ginge und zu meinem großen Entsetzen zeigten mir die Herren den Weg in die Richtung, aus der ich gerade kam. Da ich keineswegs zurückkonnte verließ ich mich einfach mal darauf, dass die Leute ja auch irgendwann wieder wegmussten und ich würde einfach mit ihn gehen und käme dann hier raus. Aber: Pustekuchen. Die Leute hatten nämlich vor, hier an dem Strand zu campen. Das warf mich wieder zurück, also fragte ich nach einem Weg, wie ich hier wohl jetzt rauskomme in Richtung Straße. Inmitten dieser kleinen Bucht aus Sandstrand, Kein Bildgesäumt von unzähligen Kokospalmen, erklärte er mir, dass es einen kleinen Trampelpfad gäbe, dort zwischen den Palmen. Da ich wirklich nur Palmen sah und keinen Weg ging ich wieder zu ihnen zurück und die Männer waren so freundlich, mir den wirklich sehr kleinen Weg zu zeigen. Sie erklärten mir noch, dass es ein steiler Weg werden wird, ich aber in ca. 10 Minuten an der Straße bin. Nach mehrfachen Rückfragen meinerseits – einen weiteren Irrweg konnte ich mir nicht erlauben – erklärte er mir geduldig allles noch mal und es schien wirklich so, dass ich in spätestens 15 Minuten wieder an der Straße sein würde.

Ohne diese Männer hätte ich die Nacht dort in dieser Bucht verbracht, da ich nicht wirklich auf die Idee gekommen wäre, in diesem dichten Urwald nach einem Weg zu suchen. Ein Weg, auf dem ich wegen der herannahenden Dunkelheit wohl irgendwie steckengeblieben wäre.

Irgendwann als ich die Straße in Richtung Dorf eine Weile entlanggegangen war, kam von hinten ein Taxi, welches ich anhielt und mitfuhr bis zum Dorf Bahia. Auf der Fahrt fragte ich den Fahrer auch sofort, ob er mich am nächsten Morgen um 8:00 Uhr in Bahia abholen kann und nach Sierpe fahren kann. Er nannte mir als Preis 50 Dollar und dass das OK war. Ich vergewisserte mich noch mal, dass er die Zeit richtig verstanden hatte und somit hatte ich mich also auch um ein Taxi für den nächsten Tag gekümmert.

Freitag 21.03.2008 (Poor Man´s Paradise)

Das Taxi kam pünktlich um 8:00 Uhr in Bahia an und los ging die Fahrt – ein Stück weit entgegengesetzt der Strecke, die ich gestern Abend zurückgefahren bin. Es war der Sohn des Taxifahrers von gestern. Kurz nach 9 Uhr erreichten wir in Sierpe die Bootsanlegestelle. Ich hatte nun noch über 2 Stunden Zeit, die ich an diesem herrlichen Tag mit einem ausgiebigen Frühstück verbrachte. Danach setzte ich mich ein wenig ans Wasser und beobachtete die Wasserpflanzen, die auf dem Rio Sierpe mit der Strömung mitfuhren.

So gegen 11:00 begab ich mich dann an den Bootssteg des Poor Man´s Paradise, wo schon einige wenige Leute warteten. Ich kam ins Gespräch mit einem dort wartenden Mann, dessen Akzent sich schnell als Schweizer herausstellte. Er heißt Pierre-Francois – oder Peter-Franz wie er mit einem Augenzwinkern hinzufügte. Er hatte eine Costa Rica Tour hinter sich und wollte jetzt seinen Abschluss im PMP verbringen, genauso lange wie ich auch. Wir würden die Zeit also gemeinsam verbringen. In seinem Gepäck befanden sich einige Flaschen Wein, da er dort seinen 45. Geburtstag feiern würde.

Kein BildDie Abfahrt vom Bootssteg verzögerte sich leider noch, da man noch auf zwei Touristen warten wollte, die nicht pünktlich da waren. Die kamen dann aber bis 12:00 Uhr doch nicht, so dass Capitano Pincho entschied, nun loszufahren. Hinterher erfuhr ich, dass „Pincho“ der Chef des PMP war. Zunächst begann die Bootsfahrt gemächlich, solange wir in der Nähe von Sierpe waren. Am Boot war ein 400 PS-Außenbord-Motor, der aber schon bald für mächtig Dampf sorgte und so begann eine sehr rasante Fahrt über die Rio Sierpe und dann übers offene Meer

Kein BildKurz nach 14:00 Uhr erreichten wir das Ressort – jedoch mussten wir auf offener See das Boot wechseln, weil das größere Boot mit dem wir kamen nicht zum Anlanden am Strand geeignet ist. Es bedarf nämlich einer ganz speziellen Technik, um am Strand des PMP überhaupt landen zu können. Bei PMP wurden wir von Katja, einer Deutschen, begrüßt. Nach einem Mittagessen erklärte sie uns allen zusammen, wie die Organisation der einzelnen gebuchten Ausflüge an den verschiedenen Tagen von statten geht, wann es Essen gibt, wann der Strom weg ist, wo man schwimmen gehen kann und wo man es sicherheitshalber besser sein lässt.

Kein BildFür den Nachmittag stand heute erstmal nur die Besichtigung der näheren Umgebung auf dem Plan. Gemeinsam mit Pierre-F. ging ich dem Strand entlang nach San Jocecito. Auf dem Weg dahin hatten wir schon das große Glück, dass uns diese wunderbaren Roten Aras begegneten und ich sie aus der Nähe ablichten konnte.

 

Am Abend erfuhren wir, dass es am nächsten Tag auf die erste Expedition in den Corcovado gehen wird – nach San Pedrillo gemeinsam mit einer sehr erfahrenen Consuelo, die – dank eines Aufenthaltes in München – deutsch verstand und auch einige Brocken sprach.

Bereits heute Abend sollte sich herausstellen, was für ein Sprachtalent Pierre-F. ist. Neben Deutsch und Englisch beherrscht er Spanisch und Französisch perfekt. All diese Sprachen würden wir in den nächsten Tagen noch gebrauchen. Am Abend erfuhr ich auch, dass Pierre morgen Nachmittag noch ein französisches Paar hier in PMP erwartet. Die beiden hat er auf seinem Trip zuvor kennengelernt. Er sei ein „alter begeisterter Fischer“.

Kein BildFür heute war es das aber erstmal. Der Abend hält noch einen der wunderbarsten Sonnenuntergänge bereit und bei einem kühlen Cerveca lassen wir den Tag ausklingen und bereiten uns auf die morgige Expedition vor.

 

Samstag 22.03.2008 (Poor Man´s Paradise)

Kein BildKein BildGegen 7:30 Uhr treffen wir uns am Landesteg des PMP um wie vereinbart mit dem Boot nach San Pedrillo zu fahren. Wir sind heute eine exklusive kleine Gruppe. Nur Pierre, Consuelo und ich. So stell ich mir Expeditionen vor. Nicht Heerscharen voller Touristen wie ich das in Monteverde erlebt habe, sondern eine kleine Truppe in aller Stille des wunderbaren Corcovado Nationalpark.

 

Kein BildKein BildAuf die Art uns Weise sahen uns erlebten wir unheimlich viele Tiere, die wir jedoch ohne eine solch erfahrene Guide wie Consuleo auch nicht nur ansatzweise gesehen hätten. Sie hörte förmlich die Frösche. Frösche so klein wie die Fingerkuppe des kleinen Fingers. Ich hatte Gelegenheit von den meisten Tieren Fotos zu machen – Dank guter Kamera und guter Objektive mit hoher Lichtempfindlichkeit problemlos auch ohne Blitz möglich. Tiere fotografiere ich grundsätzlich niemals mit Blitz

Am Nachmittag waren wir dann zurück im PMP, waren etwas geschafft von der Wanderung bei sehr schwülem Klima mitten im Regenwald. Aber wir erlebten auch die Anlandung der Franzosen – Pierres Reisefreunde Michele und Jean-Pierre. Ein wunderbar herzliches Paar. Er erinnerte mich vom Aussehen sofort an Jean-Paul Belmondo, auch wegen seiner teilweisen „Tollpatschigkeit“. Beim Abendessen – bei einer Flasche Wein – betrachteten wir gemeinsam die Fotos der vergangene zwei Tage und des heutigen Ausflugs nach San Pedrillo.

 

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(im gelben Shirt der Kanadier, links ich, neben mir Pierre-F., hinten Jean-Pierre, neben ihm seine Frau Michele und vorn rechts die Kanadierin )

Für morgen sind die Vorhaben geteilt. Pierre und Jean-Pierre chartern sich ein Boot um 20 Meilen vor der Küste Costa Ricas angeln zu gehen. Ich habe einen Ausflug auf die Isla de Caño gebucht - zum Schnorcheln, was ich noch nie zuvor getan habe. Aber einmal ist bekanntlich immer das erste Mal und so wird dies also morgen der Fall sein.

 

Sonntag23.03.2008 (Poor Man´s Paradise - Isla de Caño)

Kein BildPünktlich 7:30 Uhr ging es wieder los. Zwei Kanadier aus Montreal und zwei Spanier aus Sevilla waren mit gekommen. Die Kanadier erzählten mir, dass bei ihnen zu Hause der Schnee bis zum Dach liegt und dass die beiden während dieser Zeit jedes Jahr das Land verlassen und so den Winter meist in Costa Rica verbringen. Sie tragen sich auch mit dem Gedanken, ein Haus in CR zu kaufen, wo sie die Wintermonate über bleiben können.

Nachdem die Schwimmweste angelegt und Fotorucksack wasserdicht verstaut wurde legte das Boot ab und in gewohnt schneller Fahrt über hohe Wellen nahmen wir Kurs aus die Isla de Caño. Dort angekommen suchten wir uns einen Ankerplatz und dann ging es auch direkt schon ins Wasser. Aus Sicherheitsgründen ist diese beim Schnorcheln nur mit Schwimmweste erlaubt, die man sich aber auch an den Arm binden kann, so geht das Schnorcheln ein wenig einfacher.

Ich habe unter mir im Wasser so herrlich bunte Fische gesehen, die ich sonst immer nur aus Büchern und Filmen kannte. Auch ein Hai schwamm unter uns. Korallen haben wir gesehen und auch Schildkröten. Das Wasser war so herrlich klar. Zum Mittag gingen wir an den Strand wo das in einer großen Kühlbox mitgebrachte Essen zubereitet wurde. Es gab zwar wieder „nur“ Salat mit Thunfisch und Eiern, Gemüse usw. aber da alle Hunger hatten und das Essen ja dennoch lecker war tat dies der Stimmung keinen Abbruch. Nun konnten wir uns noch 1,5 Stunden am Strand vergnügen oder sonnen. Jeder was er gern machen wollte.

Wieder zurück im PMP erwartete uns am Strand schon Michele, die weder mit zur Isla wollte noch mit raus aufs Meer zum Angeln. Sie blieb im PMP und verbrachte dort den halben Tag beim Sonnenbaden. Am Abend waren wir eine sehr gesellige Runde. Pierre hatte es geschafft die Küche zu überreden von einer gefangenen Dorade eine super leckere Ceviche zuzubereiten. Diese gab es dann abends nur für unsere Runde, bestehend ausConsuelo, Pierre, Michele, Jean-Pierre und mir. Dazu wieder eine leckere Flasche chilenischen Weißwein. Und wir ließen den Abend ausklingen und unterhielten uns – gemeinsam mit den anderen Gästen aus Kanada und Spanien angeregt über dies und das. Man scherzte ein wenig darüber, dass Pierre – der Schweizer – kein Europäer ist. Während dessen ich mit den beiden Franzosen den Schulterschluss als „gute und einzige Europäer“ übten. Nun ja, der Wein war wirklich gut….

Madame Tapir

Montag24.03.2008 (Poor Man´s Paradise)

Kein BildKein BildHeute stand ein großer Ausflug auf dem Programm. Wieder nach Corcovado, diesmal nach Sirena und diesmal auch mit den Franzosen und den Spaniern an Bord. Consuelo war wieder unsere Guide und die Expedition sollte frühmorgens 7.30 Uhr starten, verzögerte sich aber bis 8.00 Uhr. Die Fahrt dorthin dauerte auch noch mal 1,5 Stunden und als wir endlich ankamen war es schon wieder brütend heiß. Dafür haben wir diesmal aber wieder allerhand Tiere gesehen, auch Krokodile bei einer Flussüberquerung und insgesamt 5 Tapire aus nächster Nähe. Dieses Erlebnis war für uns alle sehr schön, wussten wir doch wie selten man Tapire zu sehen bekommt. Jean-Pierre nannte Consuelo fortan nur noch „Madame Tapir“, da sie immer vorausgelaufen war und die Lage sondiert hat und uns dann nachrief um selbst zu schauen. Dabei sind mir richtig schöne und seltene Fotos gelungen

Kein BildAm Abend feierten wir dann in großer Runde den 45.Geburtstag von Pierre. Die Küche hatte extra einen Kuchen gebacken, wir alle gratulierten und feierten wieder beim Abendessen – mit Weißwein. Vom Kuchen bekamen aber alle was ab: Die Kanadier, die Spanier, die Franzosen, auch die heute angereisten Amis und so wurde es ein sehr geselliger Abend bei viel Gesprächen, einigem Wein, einem von Consuelo selbstkreierten sehr leckerem Cocktail mit frischen Orangen-Scheiben, weißem Rum und Ginger Ale

Costa Rica

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