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Um nach Hitoy Cerere (Biologisches Reservat Hitoy-Cerere) zu gelangen, muss man den Bus von Puerto Limón nach Finca # 20 nehmen, dort aussteigen und noch eine weitere Stunde bis zum Parkeingang zu Fuß laufen !! Viel Zeit mitnehmen!! Früh losfahren!! 

Der Bus fährt ab Puerto Limón, biegt an der Tankstelle in Penshurt ins Valle de las Estrellas ab, weiter gehts über Siberia, Jupiter, La Guaria, Pandora, Finca # 12, Bananenplantagen von Cartagena bis nach Finca # 20. Dort ist Endstation. Den genauen Fahrplan habe ich nicht parat. Es fahren leider nicht viele Busse. Man kommt allenfalls mit Taxi(piraten) weiter. Inf. über Fahrplan bei Autotransportes Mepe Limón 758- 1572.

....Allein es fuhr wieder mal kein Bus zur gewünschten Zeit von Pandora aus, schliesslich, es war dann schon 9.30 a.m. fuhr ich mit einem Taxipiraten (dort so üblich) gen Hitoy Cerere und bezahlte ¢ 3000 bis fast zum Eingang. Sogar der Taxifahrer musste vor Ort nach dem Weg fragen. Die Fahrt ging durch Bananenplantagen von Dole, das letzte Stück auf und ab über zahlreiche Steigungen hinein in die Berge und heran an den Regenwald
Als ich die Station des Parks erreichte, brach ein tüchtiger Regenguss los und ich stellte mich erstmal unter. Nach etwa 10 min. hörte der Regen auf und ich liess mir vom Ranger den Weg zeigen. Ich wollte zum Wasserfall, von dem sie mir erzählt hatten. Der Ranger sagte mir, das sei immer am Fluss entlang, er hätte wohl besser gesagt "im Fluss entlang". Na ja ich durchquerte so eine Art wilden Bananenhain, wo sich nun nach dem Regen zahlreiche Erdbeerfröschchen zeigten. Hier sassen zwei Deutsche im Gebüsch und zählten Fröschchen. Doktorarbeit einer Biologin! Auch ´ne schöne Aufgabe!

Na ja ich erreichte den Fluss, der wahrlich ein riesiges Flussbett hatte, welches nun am Ende der Trockenzeit begehbar war. Der Ranger hatte mich aber gewarnt, sollte es viel regnen, dann sollte ich zurückkehren, da dann der Fluss anschwellen konnte. 
Ich lief also los, war inmitten des Flusses, als es erneut anfing zu regnen, diesmal für ca. eine halbe Stunde. Ich kletterte ans Ufer und stellte mich unter die riesigen Bananenblätter, die mich noch recht trocken hielten und v.a. die Kamera, um mich herum Erdbeerfröschchen. Danach klarte es endlich auf und es zeigte sich herrlicher Sonnenschein, weiter im Flussbett. Ich kam nur langsam voran, denn barfuss Laufen tat auf den Steinen weh, mit Schuhen hatte zuweilen keinen Sinn, da ich ja immer wieder durchs Wasser musste und irgendwo musste doch nun mal dieser verdammte Wasserfall zu sehen sein, aber keine Spur. Am Oberlauf des Flusses wurde das Flussbett enger, es bildeten sich kleine natürliche Wasserbassins, in denen man herrlich baden konnte, da sie tief genug waren. Besonders auffällig waren hier die Riesensteine, als wenn sie ein Riese ins Wasser geworfen hätte und zT. mit Moos überwuchert waren. Deshalb hatten die Indígenas dies Hitoy Cerere genannt, was soviel wie moosiger Stein bedeutet. Unterwegs sah ich allerhand Fischchen im Wasser und etwas grössere grüne Pfeilgiftfrösche.

Das Tal wurde immer enger, die Felswände immer steiler, aber vom Wasserfall nichts zu sehen, ich badete schliesslich in einem der natürlichen Bassins. Die Wassertemperatur war angenehm warm, herrlich zum Baden, frisch, aber nicht kalt, warm, aber nicht Badewanne. Irgendetwas sagte mir aber, dass der Wasserfall nicht mehr weit sein konnte. Ich zwängte mich durch das enge Tal, zwischen den Riesensteinen und durch die Wasserbassins und wollte schon aufgeben, als es plötzlich rauschte. 
Dort, auf der rechten Seite um die Ecke herum, da war er, ein Riesen-Wasserfall, ich kletterte an der Felswand entlang bis ich fast drunterstand - Foto! Dann durch den Fluss auf die andere Seite, um noch weitere Fotos zu machen, es war hier aber recht tief, ich konnte nicht an allen Stellen durchs Wasser. Ein märchenhaftes Tal mit einem rauschenden Wasserfall, toll! Und ich war ganz alleine dort und hatte all diese wunderschöne Natur für mich.

In den Bergen donnerte es. Ich machte mich auf den Rückweg um 2 Uhr. Es dauerte 1 h zurück zur Parkstation immer im Fluss entlang, aber nun kannte ich ja den Weg, der in der Tat nicht einfach war. Um 3 Uhr nachmittags verliess ich Hitoy Cerere und lief zurück zum nächstgelegenen Bananendorf, unterwegs -allerdings von weitem- einen Regenbogentukan fotografiert, der aufgeregt in einem Baum hin- und herhüpfte, auf dem Hinweg hatte ich hier einen blauen Saltarín gesehen, herrliche Vögel gibt es hier !!

Als ich gegen 4 Uhr nach recht strammen Fussmarsch in Finca # 20 ankam, stand dort ein Bus, unglaublich, was für ein Glück !! Er fuhr um 4.10 Uhr los und ich war glücklich, dass ich nach all der Anstrengung mich hier für ¢ 275 in einen Bus setzen konnte. Der Bus tuckerte durch die Bananenplantagen von einem Dorf zum anderen. Gegen 5 Uhr stieg ich dann in Pandora aus, überquerte den Sternfluss und ging zu Nelas Haus, die schon auf mich wartete und sich schon Sorgen gemacht hatte, klar würde das länger dauern!

Dann sagte sie mir, der letzte Bus nach Limón führe um 5. 40 p.m, wenn ich heute noch nach SJO wollte, hätte ich also genau 40 min um alles einzupacken, mich zu duschen und was zu essen. In Windeseile duschte ich, zog mich um (war völlig nass nach alledem) und ass ein Gericht aus Frijoles, Reis, Kartoffeln, Thunfischsalat, dazu Kaffee und Limonade, Nela wollte mich mit dem Auto zum Bus bringen, fand aber die Autoschlüssel nicht. Na ja schliesslich fingen wir dann an, zu Fuss zu rennen, Nela mit ihren Flip-flop-Latschen!! Wir liefen gerade den Berg hinunter, als auf der anderen Flussseite schon der Bus knatterte und vondannen fuhr. Tja, es fuhren nicht einmal Taxipiraten mehr. Abgehetzt kamen wir an der Haltestelle an, als mir ein Señor anbot, mich auf seinem Motorrad mitzunehmen, schnelle Verabschiedung mit Nela und rauf aufs Moto und ca. 10 km bis zur Strassenkreuzung an der Küste in Penshurt, auf der Fahrt noch ein Schwatz, warum ich denn so gut Spanisch spreche usw. das übliche. Die Leute hier sind wirklich nett und hilfsbereit und wundern sich immer, wenn ich sage, dass ich in D schon Spanisch gelernt habe. Er hat mich an der Bushaltestelle an der Strasse Limón - Cahuita abgesetzt und nichts verlangt!

Es war nun dunkel geworden, 6 Uhr. Nach ca. 10 min kam der Bus aus Sixaola angeschossen, ich rein, Limón porfa! Der Busfahrer, ein richtiger Rasta, fuhr wie ein Berserker durch die Schlaglöcher. Der Bus rumpelte durch die Nacht und kam gegen 6.50 Uhr in Limón an, ich schnell zum Terminal, letzter Bus nach SJO um 7 Uhr, schnell Fahrkarte gekauft, rein in den Bus, geschafft. Auf dem Rückweg hatte ich dann doch echt Glück gehabt, so kanns auch gehen...

Lage

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