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Freitag 16.02.2007 (Amsterdam)

15:00 Uhr (MEZ): Abflug Amsterdam-Shiphol mit Martinair. Der Abflug hat sich um 1 Stunde verzögert. Beim Zwischenstopp in Orlando ging aber alles glatt. Ankunft war pünktlich um 22:10 (Ortszeit) in San Jose. Am Flughafen während der Wartezeit auf das Gepäck hab ich mich am Automaten mit Geld versorgt. Dollars und Colones. Von da aus ging es mit dem Taxi ins Hotel.

Samstag, 17.02.2007 (San Jose)

Bus in San JoseAufstehen war heute um 7:15 Uhr angesagt. Es war warm und ausgeschlafen war ich auch. Frühstück mit viel Obst, Saft, Müsli und Cafe. Danach ging es in die Stadt. Ein wenig rumbummeln und schauen was sich so alles verändert hat dort. Ausserdem hab ich mir ein Ticket gekauft für den Bus am nächsten Morgen nach Puerto Viejo de Talamanca an der Karibikküste. Das hat 3900 Colones gekostet, was ca. 6 EUR sind. Die Fahrt wird ca. 4 Stunden dauern. Am Nachmittag wollte ich noch Besorgungen machen, ich brauche z.B. einen Adapter für die Steckdosen. Blue MorphoDie Akkus der Kamera müssen geladen sein. Ich habe aber leider keinen Adapter auftreiben können. So versuche ich es also am nächsten Tag in Puerto Viejo. Am Nachmittag war ich im Museo Nacional de Costa Rica. Ein schöner Besuch war es. Man kann dort einiges über die Geschichte des Landes erfahren. Sehr schön ist auch der dortige Schmetterlingsgarten, wo es mir gelang einen Blue Morpho zu fotografieren.

Sonntag, 18.02.2007 (San Jose / Puerto Viejo)

Heute bin ich um 7:30 Uhr aufgestanden und hab wieder ein schönes Frühstueck genossen. Um 10 Uhr musste ich am Busbahnhof für die Karibik-Linie sein. Den Weg wollte ich eigentlich zu Fuß zurücklegen. Allerdings ging einer der beiden Rucksäcke kaputt. Auch das Anschnallen an den neuen Rucksack half nichts. Also hab ich mir ein Taxi geschnappt und bin dahin gefahren. Der Taxifahrer hatte auf das Amaturenbrett eine deutsche Fahne geklebt, so war Gesprächsstoff gegeben. Über Fußball kann man mit fast jedem Tico fachsimpeln. Die Fahrt sollte 750 Colones kosten, also etwas über einen Euro. Im Busterminal war ersteinmal die Anschaffung eines neuen Rucksackes fällig. Hab auch schnell einen gefunden: 5900 Colones, also keine 10 EUR. In der noch verbleibenden Zeit bis 10:00 Uhr hab ich also den Inhalt des kaputten Rucksackes umgepackt, was problemlos möglich war. Im Bus dann die freudige Überraschung. Ich hatte einen Platz Kein Bildam Fenster zugewiesen bekommen, das sich auch noch öffnen liess. Pünktlich um 10:00 uhr verließ der Bus das Terminal. Und entgegen aller Erwartungen kamen wir mit einem Zwischenstopp von 20 min um exakt 14:00 Uhr in Puerto Viejo an. Hier habe ich auch direkt ein schönes Zimmer in der Cabinas Jacaranda für 20 Dollar bekommen. Sehr schön eingerichtet. Aber verdammt warm. Hier sind es zur Zeit 32 Grad.

Abends bin ich dann mit meinem Buskollegen Michal (Wir saßen die Fahrt über nebeneinander) durch den Ort gewandert und haben uns erstmal schlau gemacht, was es so genau alles gibt. Michae kommt gebürtig aus Polen, lebt jetzt in Brüssel und spricht hervorragend Englisch und Spanisch. Wir waren auf Empfehlung der Pensionschefin essen in der Soda Lidia. Bei mir gab es Fisch mit Casados. War sehr gut. Danach noch als Dessert arroz con Leche (Milchreis). Am Abend wollten wir noch in so einer Disko ein wenig Party haben, wir waren aber zu früh dran.

Fluch der Karibik ? (Regen!)

Montag, 19.02.2007 (Puerto Viejo)

Regen in Puerto ViejoDie erste Nacht in Puerto Viejo ist vorbei. Es war sehr warm, in der Nacht gab es aber ein Gewitter, was mich so einige male aufwachen ließ. Am Morgen daher heute bedeckter Himmel und im Moment einen Tropenguß. Mal sehen wie das heute so wird mit Strand. Denn heute sollte bei mir eigentlich Strandtag sein. Andernfalls plane ich kurzfristig um. Vor Ort habe ich erstmal die Lage gecheckt, wie man am besten und schnellsten von hier aus an die Pazifiküste kommt - ohne ueber San Jose fahren zu muessen. Denn das ist wegen des Gebirges eine zeitraubende Fahrt. Es bieten sich nun eigentlich zwei Möglichkeiten: Die eine ist mit der Fluggesellschaft NatureAir mit einem kleinen Propellerflugzeug, das täglich nach Tamarindo, Liberia, Punta Islita, Quepos, Palmar Sur und Puerto Jimenez fliegt. Die andere Möglichkeit ist per Bus nach Panama zu fahren. Das ist eine Stunde entfernt. Und von dort aus dann mit dem Bus wiederum rüber an die Pazifikküste zu fahren. Ich denke also da mal noch drüber nach.

Statt Strand war jedenfalls am Morgen Dschungel angesagt. Und es hat sich gelohnt. Michal hatte erzählt, er war früh morgens schon dort, hatte aber keine Tiere gesehen. Ich hatte direkt nach 10 min schon zwei grün-schwarze Pfeilgiftfrösche gesehen und auch zwei rote Pfeilgiftfrösche.
schwarzgrüner Pfeilgiftfrosch Roter Pfeilgiftfrosch

Am Mittag kam dann die Sonne in ihrer ganzen Pracht raus und es wurde sofort richtig heiss. Also ging es jetzt zum Strand. Dort bin ich zwei Stunden erstmal nur gelaufen und hab mir dann irgendwo ein ruhiges Plätzchen gesucht.

Abends dann hab ich einen Typ aus Kanada getroffen, der in der gleichen Pension untergebracht ist. Er heisst Liam und beim Abendessen (Fisch) haben wir uns uber dies und jenes unterhalten. Er lebt in British Columbia, hat zur Zeit einen halben Meter Schnee vor der Haustüer. In Kanada züchtet er Schafe und Lamas. Seine Familie lebt in Ontario und er sagte mir, dass es teurer ist wegen den Flügen seine Familie im gleichen Land, in Ontario, zu besuchen, als wenn sich alle entweder in Mexico oder in Costa Rica treffen. Er ist einmal im Jahr in Costa Rica bei seinem Kumpel Raymond, der ein 700 acr grosses Grundstück in der Nähe von Golfito besitzt. Der kennt dort natürlich sehr viele Leute und kennt die günstigsten und besten Unterkunftsmöglichkeiten. Direkt neben diesem Grundstück ist der Nationalpark... Liam gab mir auf jeden Fall die Telefonnummer von Raymond. Ich soll ihn unbedingt anrufen, falls ich in der Nähe bin.

Am Abend hat es dann fast nur noch geregnet. Es war aber sehr warmer Regen, der daher nicht unangenehm war. Aber nass war es natuerlich trotzdem.

Dienstag, 20.02.2007 (Puerto Viejo / Cahuita)

Der Tag heute begann wie der gestrige aufgehört hat. Mit heftigem Regen seit 5:00 Uhr früh. Deswegen habe ich kurzentschlossen den Entschluss gefasst aufzubrechen. Mein Weg sollte mich nun heute eigentlich nach Sixaola an der Grenze zu Panama bringen. Da ich aber beim Frühstück wiederum einen Typen traf, der ein wenig aussah wie Kurt Cobain und der mir davon schwärmte wie schön es am Nationalpark Cahuita sein soll ("wonderful and amazing") fahre ich also nachher erstmal dorthin um mir dann zu überlegen wie ich am schnellsten an die Pazifikkueste komme. Eigentlich wollte ich die Route ueber San Jose vermeiden, es scheint aber die schnellste Landstrecke zu sein, da die Panama-Variante insgesamt 12 Stunden Zeit kostet. Noch habe ich aber die Option NatureAir bzw. SansaAir, die täglich in alle Richtungen fliegen und das zu sehr günstigen Preisen um die 100 US-$

Am Mittag bin ich in Cahuita angekommen. Cahuita - so scheint es auf den ersten Blick - ist ein kleines verschlafenes Dörfchen an der Karibikküste. Man könnte hier jede Menge "stuff" - abgepackt in kleinen Tütchen - kaufen.... Oft wird man angesprochen und gefragt, ob man "irgendwas braucht". Naja, Kolumbien ist eben nicht sehr weit weg....

Als ich ankam begrüßte mich Mike. Mike lebte bis vor vor 4 Jahren in Brooklyn, New York. Nun lebt er hier in Cahuita, hat seine Gitarre um die Schultern gespannt und tingelt irgendwie durchs Dorf. Jedenfalls kamen wir ins Gespräch. Mike empfahl er mir die Cabinas seines Freundes. Der vermietet Cabinas in der "Cabinas Calipso" und vermietet nebenbei Mopeds für 30 Dollar am Tag. Die Zimmer waren sauber, hatten Dusche und Toilette und sollten "only 10 bucks a day" kosten, also 10 Dollar am Tag. Gesagt, getan. Mike hatte ich ein Bier versprochen. Das sollte er nun auch bekommen. Aber ich bat ihn, mir noch ein Lied von Neil Young zu spielen. Es war zwar nicht Neil Young was er spielte, aber "Man On The Moon" von R.E.M. klang auch sehr gut.

Conquest Of Paradise

Halb 12 ging ich dann zum Eingang des Parque Nacional Cahuita. Dies war eine spontane Aktion, da der Eingang des Nationalparks nur 300m von der Calipso entfernt war. (Vorab sei erwaehnt, dass es zwei Eingaenge gibt und dass der sehr gut befestigte Weg kein Rundweg in dem Sinne ist, dass man wieder am gleichen Eingang landet.Dazu aber spaeter mehr) Als Eintritt zahlt man eine freiwille Spende in der Höhe die man bereit ist zu geben. Der Weg im Nationalpark ist 8,3 km lang. Es ist aber eine sehr schöne Erfahrung. Ich habe z.B. viele einsamer Strand in CahuitaKapuzineräffchen und ein Faultier gesehen, am Ende noch einen Howler, das ist ein Brüllaffe. Viele kleine und grosse Krebse (gross wie Handteller). Zwischendrin gab es Strände zu sehen, an denen scheinbar vorher nie ein Mensch jemals gewesen ist. Unberührte unerschlossene Strände. So - dachte ich mir - muss es Christopher Columbus gesehen haben, als er hier ganz in der Nähe auf der Isla Uvita im Jahre 1502 auf seiner 4. Reise in die Neue Welt gelandet war. Außerdem denkt man unweigerlich an Daniel Dafoes "Robinson Crusoe". So geheimnisvoll sah es dort aus.

Nachdem ich also am anderen Eingang angekommen war, nach 8,3 km, wusste ich also, dass ich zum Ort Cahuita zurück mußte. Laut Wegweiser waren das also jetzt nochmals 6 km. Die führten dann über eine kleine enge Landstraße mit ganz vielen Schlaglöchern vorbei an ganz kleinen Häuschen, wo wir Europäer uns gar nicht vorstellen können, dass man darin wohnen kann. So hatte aber jedenfalls die spontane Idee Nationalpark zwei gute Dinge: Ich habe den Nationalpark gesehen und ich konnte ueber eine kleine enge Landstraße mit vielen Schlaglöchern wandern. Ich erwähne das deshalb, weil die vielen LKW (meistens Bananentransporte) die vorbeifuhren den Schlaglöchern auswichen und dies meistens in Richtung Straßenrand taten...

Am Abend - ich war gesund und fast munter zurueck im Dorf - hatte ich großen Hunger. Ein Schild mit der Aufschrift "peppersteak with potatoes" lächelte mich an. Und dass man dort deutsch und österreichisch spricht.... sonst so nicht meine Art in fremden Ländern deutsches Essen zu essen, las sich das Schild doch zu verlockend. Die letzten 4 Tage bestanden nur aus Fisch. Nichts gegen Fisch. Ich hätte auch tausend andere Sachen wählen können. Die karibische Küche ist sehr gut und vielfältig... Aber heute aber war mir mal nach einem schönen Steak. Und das war sehr lecker...

Mittwoch, 21.02.2007 (Cahuita)

Heute beginnt der Tag sehr heiss (31 Grad schon am frühen Morgen) Gefrühstückt habe ich auch ganz lecker. Kaffee, Batido Naturales de Guanabana (ein Milchgetränk aus frischen Guanabanas) und natürlich ein leckeres Sandwich. Heute geh ich nochmal in den Nationalpark. Die einsame Bucht die ich gestern entdeckt habe, muss ich nochmals besuchen. Gestern war meine Kamera wegen des Regens und anschliessender Luftfeuchtigkeit beschlagen gewesen und somit vorübergehend außer Gefecht gesetzt.

Aufbruch in den Nationalpark war heute um halb 10. Es war wie schon beNationalpark Cahuitaschrieben sehr heiß. Aber der Besuch hat sich auch heute gelohnt. Denn heute war der Regenwald richtig laut, weil die Tiere sich alle so wohlgefühlt haben wegen des gestrigen Regens. Heute hatte ich neben den vielen anderen Sachen noch ein Handtuch und zwei Flaschen Wasser mit. Ich wollte die Zeit in "meiner Bucht" doch auch gleich mit Sonnen und Baden nutzen. Hat auch alles prima geklappt. (Ich hab nun einen Sonnenbrand). Urspruenglich wollte ich nur die Haelfte des Weges von gestern gehen um nicht wieder so einen langen zu müssen. Aber auch heute lief ich bis zum Ende durch - unterbrochen lediglich von insgesamt 3 Stunden Sonnenbaden. Erfrisschend ist der Atlantik mit seinen 27 Grad allerdings nicht gerade.

Kein BildAm Ausgang des Nationalparkes gab es eine Bar und ein Restaurante. Das hatte ich gestern dort schon gesehen. Heute ging ich da rein und es erwartete mich ein wundervoll angelegter Garten mit Swimmingpool, einem Restaurant und einer Bar. Die Bedienung erklärte mir sofort, daß ich Dusche, Toilette und natürlich auch den Pool benutzen darf, während ich auf das Essen wartete. Das hat sehr gut getan und der Fisch (Filet Pescado al la Plancha) war sehr lecker. Einsame Bucht in Costa Rica

Ich traf dort einen Amerikaner und einen Deutschen, der auf Weltreise ist. Er kam von Honduras runter und wir konnten uns kurz unterhalten. Im Gespräch kam raus, dass sein Schwager in Essen arbeitet und in Köln wohnt, während es bei mir genau umgedreht ist. Und dass sein Schwager für eine ganz grosse deutsche Versicherung arbeitet. In der gleichen FIrma wie ich... Solche Zufälle gibt es glaube ich nicht sehr oft.

Zurück ging es diesmal mit dem Bus, aber nur deshalb weil der gerade sowieso vorbeifuhr und uns mitnahm. So habe ich zumindest heute 6 km Fußmarsch gespart.

Donnerstag, 22.02.2007 (Cahuita / Limòn)

Für heute steht Limón auf dem Programm. Wenn man an der Atlantikküste ist, sollte man auch hier vorbeischauen. Außderdem ist es Zwischenstation für die weitere Reise. Unser local Bus Fahrt nach Limonsollte um 8:00 Uhr in Cahuita sein. Allerdings kam er er ein wenig später. Die Fahrt war dennoch schon nach gut 10 min - vorbei an Banananplantagen - ersteinmal wieder vorbei. Polizeikontrolle. Das hieß für alle wieder aussteigen und zwar mit dem kompletten Gepäck, Passport raus und anstellen. Die Polizei sucht ab und zu mal nach illegalen Einwanderern aus Kolumbien und Nicaragua. Nach 15 min ging es dann weiter und dank des Fahrstils unseres Busfahrers kamen wir dennoch pünktlich 9:00 Uhr in Limón an. Zwei Kanadiern war die Fahrt offenbar etwas zu heikel. Sie stiegen unterwegs aus... :-)

In Limón angekommen gab es erstmal ein Frühstück (desayuno). Während ich so dort sass, kam ein kleiner Junge auf mich zu und bat mich auf spanisch um ein wenig Geld. Er wiederholte dies dann auf Englisch und auf meine Frage hin für was das denn sei, meinte er dass er Durst hat. Ich fragte ihn ob er aus dem Kühlschrank dort ein Wasser haben möchte, was er bejahte. Ich erklärte der Verkäuferin, dass ich es mit bezahlen würde. Nun, der kleine Junge entschied sich dann doch für ein Powerade anstatt des Wassers. Aber wer die Wahl hat aus so vielen Getränken greift eben nicht unbedingt zum Wasser... :-) Er kam dann sogar nochmal wieder und bedankte sich bei mir mit einem selbstgeflochtenem kleinen Armbändchen.

Nach dem Frühstück begab ich mich auf die Suche nach einem Internet-Café. Zwar erklärten mir viele Leute sehr nett, wo vielleicht eines sein könnte, aber letztlich lief ich im Kreis und fand keins. Bis mir ein Mann weiterhalf und mit mir gemeinsam bis vor die Tür eines Internet-Cafés ging. Dort hab ich dann die Planungen für den nächsten Tag fertiggemacht. Ich habe noch einen Platz in einem Flugzeug der NatureAir nach Palmar Sur an der Pazifikküste bekommen. Für das Wochenende ist das gar nicht mal so schlecht, einen Tag vorher noch einen Platz zu bekommen.Kein Bild

Das Hotel Paraiso, in dem ich untergekommen bin, kann man zurecht als Absteige bezeichnen. Es hat auch nur 3500 Colones gekostet, das sind ca. 7 US$ die Nacht. Aber da ich frühzeitig raus muss, wird es für die paar Stunden gehen.

Die Abende an der Karibikküste sind immer geprägt von typischer Musik der Karibik. In vielen Bars spielen Liveformationen, mal mehr, mal weniger gut. Aber immer wieder hört man diesen einen Sänger raus: Überraschenderweise nicht sofort Bob Marley, sondern Songs wie z.B. "Mathilda" oder "Banana Boat Song" von Harry Belafonte, dessen Eltern aus Jamaica stammen. Aber natürlich kommt auch der große Held Bob Marley nicht zu kurz. Wie sich das für die Karibik auch gehört.

Freitag, 23.02.2007 (Limón / Palmar Sur / Punta Uvita) 

Kein BildAm frühen Morgen ging es von Limón aus mit einem kleinen Flieger der NatureAir in Richtung Pazifikküste, wobei ich vorher nicht wußte, dass wir mehrere Male würden zwischenlanden. So war unser erstes Ziel - um Passagiere abzusetzen und neue aufzunehmen - Barra del Colorado ganz im Norden der Atlantikküste Costa Ricas. Von dort aus ging es wieder runter nach Tortuguero. Man konnte aus dem doch ziemlich tief fliegenden Flugzeug sehr schön die Kanäle in TortugueroKanäle sehen, auf denen man von Limón aus nach Tortuguero gelangen kann, da es keinen Landweg gibt. Von Tortuguero aus ging es dann nach San Jose, wo wir am Vulkan Irazu (links aus dem Fenster konnte man ihn sehr gut sehen) vorbeikamen. Das war neben den wunderbaren Bergen und Tälern des Zentralen Hochlandes ein wunderschöner Anblick. Auf dem Flughafen Tobias Bolanos in San José hieß es dann die Maschine zu wechseln, Pazifikküste Costa Ricas vom Flugzeug ausum endlich an den Pazifik zu gelangen. Vorletzter Stopp war allerdings in Quepos, bevor es dann endlich nach Palmar Sur (bei Sierpe) ging. Auf dem Flug dorthin konnten wir zur Linken den Cerro Chirippo, den mit über 3800 m höchsten Berg Mittelamerikas, sehen. In Palmar Sur angekommen hab ich mir ein Taxi geschnappt und hab mich nach Punta Uvita fahren lassen. Ca. 40 km entfernt und in Richtung Norden am Pazifik entlang.

Uvita ist ein kleines verschlafenes Dorf mit vielleicht geschätzten 100 Einwohnern am Rande des neuesten Nationalparkes Bahia Marino Ballena. In dieser Bucht kann Kein Bildman - wenn man sich rausfahren läßt - Buckelwale und Delfine beobachten. Ich habe in Uvita eine kleine Herberge gefunden. Das Essen dort war vorzüglich und vorallem alles frisch zubereitet. Nach einer Sopa de Pollo (Hühnersuppe) und Fisch und 3 der wahrscheinlich leckersten Getränke in Costa Rica - nämlich frischen Batido en Leche bzw. Fresco Naturales, die man in verschiedenen Fruchtsorten bestellen kann (Melone, Piña, Mango, Papaya usw.) - habe ich Philipp aus Münster getroffen. Der tingelt seit 2 Monaten durch Zentralamerika und weil ihm das Bargeld ausgegangen war und eine Bank nicht zu finden war kaufte er sich von seinem letzten Rest im kleinen Lädchen nebenan Bohnen und Reis und durfte sich in der Küche sein eigenes Essen bereiten. Welche Gastfreundschaft. Man stelle sich das mal in Europa vor: Man fragt in einer Gaststätte ob man dort sein mitgebrachtes Schnitzel zubereiten darf....

 

 

Samstag, 24.02.2007 (Punta Uvita / Dominical)

Nach einem reichhaltigen Frühstück mit Huevos a la Rancheros (Eier nach Rancher-Art: Tacos, darauf Spiegelei und darauf dann gebratene Zwiebeln, Paprika und anderes Gemüse.) Dazu gab es Café und einen wunderbaren Fruchtteller.in Dominical, Costa Rica

Danach bin ich weitergezogen in Richtung Dominical. Hier ist schon ein klein wenig mehr los. Vorallem möchte ich den Aufenthalt im "Arena y Sol" über das Wochenende nutzen um hier u.a. meine Wäsche waschen zu lassen. Das ist sehr günstig (1 Dollar pro Kilo Wäsche). Nebenbei ist natürlich Strand angesagt um ein wenig zu relaxen.

Am Abend konnte ich einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten. Allerdings kam ich ein paar Minuten zu spät, die Sonne war schon fast ganz im Meer verschwunden. Ich werde das also morgen nochmal angehen.

Es ergab sich die Gelegenheit mit einem jungen Tico über dies und jenes zu reden. Natürlich unterhielt ich mich mit Daniel auch über Michael Ballack und Oliver Kahn. Überhaupt verehrt man den FC Bayern München hier in allen Maßen. Die vergangene Fussball-WM, bei der Costa Rica knapp gegen Deutschland verloren hat :-) ist noch in aller Munde und immer wieder Thema, wann immer man als Deutscher mit Ticos spricht.

Heute hat mir Daniel ganz zutreffend den Unterschied zwischen den Europärn und Amerikanern einerseits und den Ticos andererseits erklärt. Die Deutschen rennen immer mit dem Terminkalender rum und müssen halt pünktlich 10 Uhr ihr Auto waschen oder sonstwas tun. Alles muss immer geregelt zugehen. in Costa Rica bzw. in ganz Lateinamerika macht man sich diesen Stress nicht. Da gilt auch eine Verabredung für 8 Uhr nicht unbedingt 8 Uhr. Oder der Busfahrplan... Man sollte ihn nicht allzu ernst nehmen :-)

Sonntag, 25.02.2007 (Dominical)

Zweiter Tag in Dominical. Der Tag beginnt für mich wie immer recht früh. Diesmal aber mit einer Runde im Swimmingpool. Das war sehr erfirschend. Nach dem Frühstück ist heute Strand angesagt. Ich schnapp mir ein paar Bücher und werde mich dort ein wenig entspannen.

Für morgen hab ich mir Quepos vorgenommen. Ich möchte den Nationalpark Manuel Antonio nochmal besuchen. Der hat montags zwar geschlossen, aber den kann ich dann am Dienstag besuchen.

Am Nachmittag sah es leider nicht so aus, dass es heute was mit dem Sonnenuntergang werden wird. Wolken Sonnenuntergang in Dominicalzogen auf. Sicherheitshalber ging ich zum Strand, aber in Richtung Horizont war alles wolkenfrei. Und so begab ich mich dann gegen 17 Uhr zum Strand um das Naturschauspiel zu sehen. Die von mir am nachmittag schon ausgesuchte Stelle (Ein Hochsitz der Küstenwache) war leider schon besetzt, aber ich fand eine andere gute Stelle. Eine umgefallene und schon halb von Sand zugespülte Palme. Nach und nach kamen immer mehr Leute zum Strand, alle bewaffnet mit Fotoapparat und Handycam. Und es wurde ein wunderschöner Sonnenuntergang. Ich habe ganz viele Bilder davon machen können.

 

Montag, 26.02.2007 (Dominical / Manuel Antonio)

Nach einer doch unerwartet langen Busfahrt von 2,5 Stunden fuer die 25 km ueber Schotterpiste bin ich also in Quepos angekommen und sogleich umgestiegen in den local Bus nach Manuel Antonio. In dem Bus von Quepos nach Manuel Antonio standen 2 Deutsche, der eine davon mit wirklich typischer Kleidung wie lange Stoffhosen, kariertem Hemd, weissen Socken und Sandalen und Fischerhut im Mittelgang und die Amerikanerin vor mir sagte zu ihrer Freundin: "das sind Deutsche!" woraufhin die Freundin fragte, wieso sie dies wissen wolle... Einfache und bestechende Antwort: "He looks like a german" .....

Das Oertchen Manuel Antonio kenne ich noch von 2003 und es hat sich - ausser dass es im Vergleich zum November damals um einiges voller ist - kaum veraendert. sogar mein kleiner Baeckerladen steht noch und ist noch in Tico-Hand...

Nachdem ich es fast schon aufgegeben hatte, doch noch eine cabina zu finden (auch alle Hotels waren ausgebucht) und ich mich schon damit abgefunden hatte wieder zurück nach Quepos zu fahren um entweder weiterzureisen oder in Quepos zu bleiben sprach mich ein Tico an und gab mir einen Tipp wegen einer Unterkunft. Ich solle mal da und da hingehen und nach Jorghe fragen. Dieses "da und da" war gleich neben dem Hotel Manuel Antonio, also unten am Eingang zum Parque Nacional. Die Cabina, die über Kühlschrank, Ventilator und einen gefliesten Duschraum verfügt, soll nur 15 US$ kosten. Das ist für das ansonsten recht teure Manuel Antonio ein Schnäppchen.

Manuel Antonio

Am Abend gab es wieder einen wunderschönen Sonnenuntergang, den ich mir nicht habe entgehen lassen. Dabei sind wieder herrliche Bilder entstanden. Zum Abendessen gab es heute Lomito en salsa de Hongos (Rindersteak mit Pilzsauce) im Cafe del Mar bei herrlicher Chillout Music. Genau das richtige, wonach mir jetzt war. Es war ein schöner Tag und das hab ich mir heute mal gegönnt.

 

Dienstag, 27.02.2007 (Manuel Antonio)

Leguan im Nationpark Manuel AntonioGleich am Morgen ging es in den Parque Nacional Manuel Antonio. Direkt am Eingang wird man von Leguanen begrüßt. Und die Playa Espadilla Sur ist nebenbei ein wunderschöner Strand mit weißem Sand, whiteface capuchin, Weißkopf-Kapuzineran dem es sich durchaus lohnt eine Weile zu bleiben. Ausgerüstet war ich mit reichlich Wasser und natürlich mit dem Kameraequipment. Im Nationalpark gelang es mir die Weißgesichtskapuziner-Äffchen zu fotografieren. Da es die Kamera hergibt, sind die Bilder auch ohne Blitz (den viele der anderen Touris genutzt haben) sehr gut geworden. Leider halten sich Ameisenbärauch wenige Beuscher daran, die Affen nicht zu füttern. Auf diese Art sind es zwar recht zahme Tierchen ohne Angst vor Menschen geworden, andererseits werden die Affen - die übrigens vom Aussterben bedroht sind - gehindert sich selbst Fressen zu suchen. Und Kekse gehören nunmal nicht zu den Nahrungsmitteln, die ein wildlebendes Tier zu sich nehmen sollte. Viele Leguane und auch einen ameisenbär konnte ich sehen, viele Brüllaffen hören und natürlich ist auch die Pflanzenwelt hier wunderbar.

 

Mittwoch, 28.02.2007 (Manuel Antonio / Montezuma)

Am frühen Morgen ging es von Manuel Antonio aus zunächst nach Quepos um von dort aus mit dem Bus nach Puntarenas zu kommen. Das würde eine Fahrt von ca. 3 Stunden werden. Im Bus konnte ich mich mit einer Backpackerin aus Estland unterhalten, die ganz allein durch Costa Rica tingelt. Für die nächsten zwei Tage, so schien es, hatten wir das gleiche Ziel: die Halbinsel Nicoya

Ebenfalls mit im Bus, auf dem Sitz neben mir, saß eine junge Dame aus Winsconsin, USA. Sie reiste ebenfalls allein, schloss sich aber einer anderen Gruppe Amerikaner an und auch sie wollten alle erstmal nur auf die Halbinsel Nicoya. Nach 3 Stunden waren wir dann endlich in Puntarenas angekommen. Nun hieß es erstmal ein Taxi zu bekommen, dass uns zur Fähre bringt. Mit der gelangt man nämlich auf den schnellsten Weg an den Südzipfel der Halbinsel. Zum Glück stand die Fähre noch da, obwohl sie schon abfahrbereit war (das Schiffshorn war nicht zu überhören)

Aber es ging alles wunderbar glatt, wir erreichten die Fähre und mußten nicht 3 Stunden auf die nächste warten. Die Überfahrt kostete 1200 colones (also knappe 2 Euro) und dauerte etwas über eine Stunde. Drüben in Paquera angekommen mußten wir in einen Bus steigen, der uns nach Montezuma bringen sollte. Der Bus sah schon ein wenig lädiert aus. Es kam wie es kommen es musste: die hohe Steigung und die Hitze waren zuviel für den alten "Volksbus". Kein BildEr ging kaputt. Kurz vorher hatte der Bus schon Andeutungen gemacht und blieb immer mal wieder stehen. Nachdem der Fahrer die Steigung dann aber nur mit knapp 3 km/h nehmen konnte und wir oben waren ging nichts mehr. Überall Rauch. Gottseidank keine Flammen, sondern nur Wasserdampf. Aber für den Motor war es das auf jeden Fall. Alle mussten aussteigen und da standen wir nun mitten in der "Pampa" an einem Mangobaum und Kein Bildneben einer Weide mit einer Kuh. Sonst war hier nicht viel. Der Fahrer deutete an, dass es neuer Bus kommen würde, wann das sein wird kann er aber auch nicht sagen. Nun, es dauerte glücklicherweise nur eine halbe Stunde, dann konnten wir in den anderen Bus umsteigen und weiter ging es in Richtung Montezuma.Im Bus lernte ich zwei Amerikanerinnen aus Nebraska kennen, die in Costa Rica ein halbes Jahr studieren und hier Spanisch lernen wollen. Wir konnten uns sehr gut mit den beiden unterhalten - über alles mögliche und verabredeten uns für den Abend im Chiquo in Montezuma. Wir unterhielten uns weiter über Nebraska, über Amerika, über Deutschland, über den US-Präsidenten, über amerikanische Filme und TV-Serien und Schauspieler und Schauspielerinnen. Alles in allem war es ein sehr schöner aufschlußreicher und informativer Abend gewesen.

Donnerstag, 01.03.2007 (Montezuma)Wasserfall in Montezuma, Costa Rica

Auf dem Weg zum Wasserfall in MontezumaDas Mädel aus Estland reiste am frühen Morgen in Richtung Mal Pais ab. Die zwei Amerikanerinnen reisten am Mittag in Richtung San Ramon ab, da am Freitag die Uni beginnt und sie deshalb in San Ramon sein müssen. Ich möchte mir heute den Wasserfall hier ansehen und dann am Abend entscheiden, ob ich in Montezuma noch eine Nacht ranhänge und am Samstag dann nach San Ramon fahre, wo mich die Ami-Mädels zu einer Party eingeladen haben. Am Montag - so mein grober Plan - möchte ich noch zwei Tage in La Fortuna am Arenal verbringen um dann am Mittwoch wieder nach San Jose zurückzufahren.

Freitag, 02.03.2007 (Montezuma)

Heute ist es schon am frühen Morgen unerträglich heiß. Die Temperatur hier beträgt morgens um halb 8 schon an die 30 Grad, und steigert sich bis 10 Uhr schon auf 34 Grad. Es ist kaum möglich sich länger als 1 Stunde in der Sonne aufzuhalten.Am Strand von Montezuma

Daher hab ich mich heute hier auch auf Lesen im Schatten beschränkt. Am Mittag bin ich mit em Bus nach Cobano gefahre. Das Nachbardorf ist 7 km von Montezuma entfernt und hat eine Bank! Ich musste nämlich Bargeld besorgen. Einen Geldautomaten gibt es in Montezuma nicht, daher bleibt eben nur der Weg nach Cobano.

Als ich wieder zurück war, musste ich erstmal eine Kleinigkeit essen. Ich entschied mich für ein kleines unscheinbares Restaurant, dass ich vorher noch nicht gesehen hatte. Wegen der immer noch großen Hitze am Nachmittag wollte ich aber nur einen Ensalada de Pollo (Salat mit Hähnchen) zu mir nehmen. und ich war wirklich baff. Es war ein fantastischer Salat, der herrlich knackig frisch war. Auch das Fleisch war super zart und absolut frisch. Am Abend war ich nochmals dort, diesmal ein Steak. Und auch dieses Essen war sehr sehr lecker. Und ich kann guter Dinge und problemlos eine Empfehlung fuer die Soda La Naranja aussprechen.

Abends hab ich Jamie aus Winsconsin (siehe 28.02.2007) überraschend wiedergetoffen. Sie waren in Tambor und sind nun in Montezuma angetroffen. Die ganze Clique wollte sich am Abend am Strand treffen, also verabredeten wir uns für 22:00 Uhr am Strand. Leider hab ich dann niemanden aus der Truppe dort angetroffen und Jamie auch nicht wieder gesehen. Dafür habe ich eine andere Gruppe getroffen, der ich mich angeschlossen habe. Jemand hatte eine Gitarre dabei und hatte schon ein schönes Lagerfeuer gemacht. Und da auch Getränke da waren saßen alle ganz gemütlich beisammen und lauschten den Klängen der Gitarre. Jim spielte Songs von Bob Dylan, Neil Young, John Lennon und alle hatten richtig viel Spass.

 

 

Samstag, 03.03.2007 (Montezuma / San Ramon) 

Nachdem ich gestern schon 4 verschiedene Leute gefragt hatte wegen des Busses in Richtung San José und 4 verschiedene Antworten bekam - auch die aushängenden Fahrpläne zeigen verschiedene Zeiten an - hab ich heute nochmal drei andere Leute gefragt und hab jetzt insgesamt 7 Antworten... Die Problematik mit den Fahrplänen hatte ich oben ja schon genannt :-)

Falls also der Bus nach San Jose nicht um 11:30 kommen sollte, nehme ich den Bus nach Paquera zur Fähre und fahre dann von Puntarenas aus in die Richtung San Jose. Ich bin auf jeden Fall mal gespannt....

Nun, die Fahrt begann weder 11:30 Uhr noch 12:00 Uhr, sondern der Bus, auf dem San Jose stand, kam um 12:30 Uhr und fuhr aber nicht nach San Jose, sondern nach Paquera zur Fähre. Es war ein Bus mit Klimaanlage, was mir sehr entgegenkam. an der langsamen Fahrt änderte aber auch das nichts, auch dieser Bus hielt fast überall da wo jemand aus- oder einsteigen wollte. so erreichten wir die Fähre, die 44 km entfernt war, nach 2,5 Stunden über Stock und Stein. Eines muss man in Costa Rica bewundern. Das sind die Busfahrer. Kein Busfahrer aus Europa würde es sich antun, in diesen wirklich sehr engen Gassen der Ortschaften fahren oder wenden.

Die Fähre nach Puntarenas stand abfahrbereit da und so ging es denn auch auch los. Nach wiederum über einer Stunde erreichten wir Puntarenas. Dort ankommen wollte mich mich per Taxi zum Busterminal fahren lassen, um einen Bus nach San Jose (bzw. San Ramon) zu bekommen. Ich bekam aber recht schnell mit, dass erstens kein Bus dasteht, zweitens der nächste Bus erst in einer Stunde kommt und dass das wieder so ein Sammelbus (collectivo) sein würde. Also fragte ich den Taxifahrer, was denn seine Fahrt wohl bis nach San Ramon kosten würde. Das sollte so zwischen 20.000 und 25.000 Colones kosten, also zwischen 40 und 50 Dollar. Das war angesichts der langen Strecke vollkommen in Ordnung und ich fragte ihn ob er mich fahren würde.

Die Taxifahrt war dann sehr schön. Wir konnten uns ein wenig unterhalten und er hielt unterwegs auch paar mal an, damit ich paar Fotos der schönen Region Puntarenas machen konnte. Er sprach ein wenig Englisch, ich ein wenig Spanisch und so konnten wir uns unterhalten. Er studiert in San Jose Internationale Wirtschaft. Während der Fahrt erklärte er mir auch die Pflanzen am Straßenrand und so verging die Taxifahrt doch sehr schön und wir kamen sicher in San Ramon an. Der Taxifahrer hatte mir freundlicherweise sein Handy gegeben um die Telefonnummer der beiden Mädels zu wählen. Was ich eigentlich ablehnen wollte, da ich ihn nicht noch mehr strapazieren wollte, immerhin musste er statt einer kleinen Stadtfahrt eine 50km Tour machen. Die Telefonnummer die mir die Mädels gegeben haben war irgendwie falsch. Die Frau die dran war, kannte keine Kristin. Auch ein zweiter Versuch brachte nichts und so bat ich ihn irgendwie in Richtung Zentrum zu fahren. Ich würde mir ein Hotel suchen und es später nochmal versuchen. Denn ich hatte ja nur die Telefonnummer, sonst nichts weiter. Auf einmal meinte ich die beiden am Straßenrand zu sehen und ließ den Fahrer stoppen. Ich stieg aus und es waren die beiden Mädels. Das war vielleicht ein Zufall bzw. Zufälle. Denn wenn ich wirklich abgelehnt hätte, sein Handy zu nehmen, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich die zwei nicht gefunden hätte. Später stellte sich übrigens heraus, dass die Telefonnummer richtig war....

Sonntag, 04.03.2007 (San Ramon)

San Ramon ist eine recht schöne Stadt wie es scheint. Viele junge Menschen sehe ich hier überall. Was auch auffällt, dass am Sonntag hier ziemlich viel Treiben herrscht. Auch die Geschäfte sind geöffnet. Ich sehe auch sehr viele Leute in der Kirche. Dort findet eine Trauerfeier statt. Der Verstorbene ist vor dem Altar für alle sichtbar aufgebahrt und jedermann kann daran vorbei und sich verabschieden. Für uns Europäer mutet das ein wenig bizarr an, denke ich mir so...

Montag, 05.03.2007 (San Ramon / La Fortuna)

Heute ging es mit dem Bus von San Ramon aus nach Fortuna und zwar früh morgens 7 Uhr. So dachte ich zumindest, weil genau das mir die Hotelbesitzerin in San Ramon erklärt hatte. An der Haltestelle sah das aber schon ganz anders aus. Kein Bus fährt nach La Fortuna und auch keiner nach Ciudad Quesada (San Carlos), was die nächstgrößere Stadt neben Fortuna ist. Also muss ich mit einem Bus erst nach Sequero fahren, von dort dann nach San Carlos und von San Carlos dann nach La Fortuna. Insgesamt hatte ich aber ohnehin mit 4 Stunden gerechnet und da ich nun in La Fortuna um 10:30 Uhr angekommen bin ist alles bestens. Direkt an der Haltestelle empfing mich Franklin und fragte, ob ich ein Zimmer suche. Eigentlich wollte ich erst weitergehen, aber da hatte er schon sein Buch aufgeschlagen mit Fotos der Zimmer und mir den Preis von 8 Dollar genannt. Die Fotos waren schön und er zeigte mir auch direkt im gleichen Buch ein paar Empfehlungen von Urlaubern die ebenfalls dort waren und das las sich alles sehr gut. Außerdem sollte es dort möglich sein sich Bikes zu mieten für 1 Dollar pro Stunde. Das klang gut, da ich mir einen fahrbaren Untersatz ohnehin mieten wollte. Wenn man die Unterkunft verlässt, hat man einen atemberaubenden Blick auf den Vulkan.

Also ging ich dort hin und es war auch fast alles so wie von Frank beschrieben, außer dass sich das Bike als Fahrrad entpuppte. Dieses Angebot lies ich dann lieber sein. Aber das Zimmer nahm ich für die nächsten 2 Nächte. Man hatte dort außerdem die Möglichkeit zu kochen usw.

Am Nachmittag mietete ich mir ein Moped, um die Umgebung auszukunden. Eine Fahrt um den Vulkan herum lohnt sich bestimmt. Ich schnappte mir also meine Kamera und auf ging es. Und ich sollte nicht enttäuscht werden. Erstens war wunderbares Wetter und zweites war der Arenal sehr aktiv. Und so passierte es denn heute auch, dass ich den Vulkan grummeln hörte und war Zeuge, als er eine Aschefontäne in die Höhe spuckte. Und das beste dabei ist: Ich hab es fotografiert.

 

Der Pferdeflüsterer

Dienstag, 06.03.2007 (La Fortuna)

Heute begann der Tag mit einer Horseback-Riding Tour. Frueh halb 9 wurde ich abgeholt und 20 min spaäer waren wir bei den Pferden. Zuvor musste jeder von uns einen Waiver unterschreiben, auf dem so Dinge gefragt wurden, welche Blutgruppe man hat und wer im Notfall benachrichtigt werden soll. Das machte mir ein wenig Angst, weil ich diese Fragen bei den letzten malen nicht kannte. Die Frage eines der Cowboys ob ich schon "experiences" habe, was reiten angeht muss wohl der Cowboy in mir mit JA beantwortet haben. Zwar bin ich schon paar mal auf Pferden geritten, aber ob man das als Erfahrung bezeichnen kann, weiss ich nicht. Jedenfalls bekam ich zunaechst - vielleicht wegen meiner Antwort - einen Hengst zugewiesen. Wer schon mal auf einem Hengst sass, der in einer Stuten mitreitet, weiss wovon ich spreche. Pancho hörte zwar sehr gut auf mich, war aber immer wieder mit den Damen beschaeftigt. Irgendwann reichte es einem der Guides und wir tauschten die Pferde. Nun bekam ich Senita, eine ganz liebe Stute, die parierte und ueberhaupt nicht muckte. Sie tat alles, was man von ihr wollte. Wir waren eine Gruppe von insgesamt vielleicht 15 Leuten, der Rest wie ich mitbekommen habe Amerikaner. Dann ging es von der Ranch aus ein kurzes Stueck die Strasse entlang und ab da nur noch querfeldein ueber Stock und Stein, durch Fluesse, vorbei an herrlicher Landschaft bei wunderbarerm Wetter mit herrlichem Blick auf den Arenal. Auf einer Strecke sogar im Galopp, was mir irgendwie nicht gefiel. Und zwar schlug mir meine Kamera immer an den Ruecken (ich hatte sie umgebunden) und ich wusste nicht, ob sie oder das Objektiv das alles vertraegt. So hielt ich mit einer Hand immer mal wieder die Kamera fest und mit der anderen Hand mich am Sattel, die Zuegel in der gleichen Hand. Aber ich und Senita verstanden uns sehr gut, ich konnte ihr Temperament dann doch auch noch zuegeln.

Insgesamt war das eine sehr schoene Erfahrung, die Pferde waren in sehr gutem Zustand, schienen sehr gesund und vital zu sein. Wir ritten zu einem Aussichtspunkt vor dem Arenal und konnten so einmalige Aufnahmen von der Rueckseite aus machen. Zurueck ging es dann eine andere Strecke, auch teilweise wieder im Galopp, teilweise auch ruhiger.

Nachdem wir wieder im Dorf waren und ich was gegessen hatte wollte ich es nochmal wissen. Diesmal mietete ich mir eine Honda Crossmaschine (125 ccm) und das war eine richtige schöne Angelegenheit. Erstens hatte die Maschine sehr viel mehr Power als der Roler gestern und zweitens war er fuer das Gelaende mehr als geschaffen. Ich fuhr nochmal die gleiche Strecke wie gestern und auf der Fahrt dahin kamen mir auf der Strasse zwei Pizotes entgegen. Ich hielt also an und bemerkte, dass einige andere vor mir schon damit begonnen hatten, die Tiere zu fuettern. Das ist bedauerlich, ich hatte das weiter oben ja schon geschrieben. Wild lebende Tiere soll man nicht fuettern. Sie verlernen auf diese Art schnell ihr natuerliches Jagd- und Fressverhalten. Auf jeden Fall wurden aus den zwei Tieren dann ganz schnell 20 Tiere (Fotos folgen)

Ich fuhr dann weiter, ich wollte noch in den Butterflygarden, der ueberall ausgeschildert ist. Ausserdem sollte es dort auch Froesche, Schildkröten, Kaefer und Schlangen geben. Vorbei ging es am Lago de Arenal und irgendwann kam ich dann auch dort an. Das war wunderschoen dort. Fuer 10 Dollar bekam man alles erklaert und gezeigt so lange man wollte. Man durfte vereinzelt auch Schlangen beruehren. Und ich habe den so gefaehrlichen Buschmeister gesehen. Eine der giftigsten Schlangen ueberhaupt. Das hat schon was.....

Der Abend hielt dann noch eine ganz besondere Überraschung für mich bereit. Wie immer wollte ich abends irgendwo was essen gehen und konnte mich wegen der Vielzahl der guten Restaurants nicht so recht entscheiden. Ursprünglich wollte ich ins Rancho el Laurel gehen, hatte mich dann aber kurzfristig fuer das Lava Rock Cafe in der Nähe der Kirche und des Parkes entschlossen. Eine deutsche Reisegruppe machte kurz darauf ebenfalls Halt. Mir fiel sogleich der Reiseleiter auf, der seine Gruppe ganz souverän durch die Vielfalt der costaricanischen Küche führte und jedem einzelnen Hilfe gab bei der Auswahl und Bestellung der Speisen. Ich sprach ihn an, weil mir seine Art sehr gut gefiel und er ein absolut sympathisches Auftreten hatte. Er setzte sich zu mir und wir kamen ein wenig ins Gespräch. Er lebt seit 13 Jahren in Costa Rica, lebt hier mit einer Indigena zusammen und macht nebenbei noch ganz spezielle Touren zu den Indios, den Ureinwohnern Costa Ricas. Nun musste ich ihn aber fragen, wie er heißt, denn das alles kam mir doch sehr sehr bekannt vor. Er stellte sich als Herr F. vor und nun musste ich lächeln und nannte ihm meinen Namen. Im ersten Moment schien er nicht zu verstehen, aber schon bald merkten wir beide, dass das ein riesengroßer Zufall und Überraschung zugleich ist.

Peter F. hat mir nämlich für diese Seite so manchen Tipp gegeben und wird auch noch das ein oder andere beisteuern. Und er hat die Rubrik Ureinwohner verfasst und uns einen kleinen Einblick in das Leben der Indios in Costa Rica vermittelt. Außerdem ist er im Forum als Pefe unterwegs. Bisher hatten wir nur Kontakt über das Forum bzw. email. Wir wollten uns auch treffen in San Jose am Anfang oder morgen wenn ich wieder in der Hauptstadt bin, da er in der Nähe der Hauptstadt lebt. Auf jeden Fall hat dies stets aus verschiedenen Gründen nicht funktioniert. Er ist mit seinen Reisegruppen für zwei grosse Reiseveranstalter immer unterwegs.

Und nun treffen wir uns vollkommen unvermittelt und überraschend für beide an einem Ort, den beide eigentlich gar nicht aufsuchen wollten.

 

Mittwoch, 07.03.2007 (La Fortuna / San Jose)  

Der Tag heute beginnt bewölkt und ich denke mir noch so, was für ein großes Glück ich hatte. Die Tage bevor ich hier ankam waren verregnet und auch heute sieht man den Arenal nicht. Dafür hab ich ihn an beiden Tag in seiner ganzen Schönheit gesehen.

Mittags soll der Bus direkt nach San José fahren, habe ich in Erfahrung gebracht. Gegen 12:45 Uhr soll er abfahren. Ich lass mich mal überraschen....

Der Bus fuhr heute auf die Minute genau um 12:45 Uhr los, nach einer kleinen Pause in Ciudad Quesada (San Carlos) ging es dann direkt auf San Jose los, was wir gegen 17:00 Uhr erreichten. Ich landete am Busterminal San Carlos, gleich neben dem berüchtigten Coca-Cola-Terminal. Das ist ein ganz schlimmes Viertel in San Jose, in dem man lieber nicht allein und schon gar nicht abends unterwegs sein sollte. Ich schnappte mir direkt ein Taxi, Andres sprach ein wenig Englisch und so unterhielten wir uns über alles Mögliche. Er studiert Englisch und Touristik in San Jose und stellte sein Können auch gleich unter Beweis. Er erklärte mir an den wichtigsten Gebäuden in San José was es ist und wann sie wofür entstanden. Auch am Amtssitz des Praesidenten Oscar Arias Sanchez fuhren wir vorbei. Er ist im gleichen Viertel wo mein Hotel ist. Das mit dem Hotel Aranjuez war aber diesmal nix. Zwar stand mein Name auf dem Zettel und ich hatte auch meine Reservierung bestaetigt, aber es hat nicht geklappt. Kein Zimmer im ganzen Hotel mehr frei.

Dafür gab man mir aber eine Adresse gleich in der Nähe. Das Hotel La Amistad paar Strassen weiter ist ein sehr schönes Hotel. Ich bekam ein 3er-Zimmer für den einfachen Preis (25 Dollar) des Aranjuez. Das Zimmer hat Bad, Deckenventilator, Safe und ist sehr stilvoll eingerichtet. Der Normalpreis waere 47 Dollar für eine Person gewesen.

Für den nächsten Morgen hab ich direkt Andres wieder bestellt, um mich zum Aeropueto zu fahren. Er gab mir seine Karte und bat mich, ihn eine Stunde vorher anzurufen.

Costa Rica

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